Israel tritt zum Jahresende 2018 aus UNESCO aus und folgt damit den USA

Israel tritt zum Jahresende 2018 aus UNESCO aus und folgt damit den USA

Wegen „systematischen Angriffen“ und „Versuchen, die jüdische Geschichte vom Land Israel zu trennen“ wird Israel die Unesco verlassen. Damit folgt Israel den USA.

Israel hat seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation UNESCO bis Ende 2018 offiziell gemacht. Ein Außenamtssprecher begründete die Entscheidung mit „systematischen Angriffen“ auf den jüdischen Staat und „Versuchen, die jüdische Geschichte vom Land Israel zu trennen“.

„Israel tritt zum Jahresende 2018 aus UNESCO aus und folgt damit den USA“ weiterlesen

„Menschenrechts“-Krieger Nicholas Kristof fordert militärische Eskalation in Syrien

„Menschenrechts“-Krieger Nicholas Kristof fordert militärische Eskalation in Syrien

Der Kolumnist Nicholas Kristof hat sich bei der New York Times als maßgebender Fürsprecher und Hüter der Menschenrechte einen Namen gemacht. Politisch bewusste Arbeiter, Intellektuelle und junge Leute auf der ganzen Welt wissen aber inzwischen, dass Kristof und die Times die Menschenrechte nur ins Spiel bringen, um neokolonialen Krieg, massenhaftes Töten und Ausplünderung anderer Länder zu propagieren.

In einem Kommentar vom 11. August („Obamas schlimmster Fehler”) fordert Kristof zum wiederholten Mal ein stärkeres und blutigeres militärisches Eingreifen der USA in Syrien. Dabei unterschlägt er, dass diese Politik das Risiko eines noch schrecklicheren regionalen und sogar eines Weltkriegs birgt.

Wie schon viele seiner Artikel ist auch dieser ein Mix aus Heuchelei, Falschheit und Selbstbetrug im Dienst der geopolitischen Ziele des US-Imperialismus. Kristof führt an, dass die Zahl der Getöteten in diesem nun fünf Jahre währenden Konfliktes auf 470.000 geschätzt wird. Für diesen Blutzoll macht er „Kriegsverbrechen“ der „syrischen und russischen Regierung“ verantwortlich.

Damit kehrt er die zentrale Rolle der USA und der Obama-Regierung unter den Teppich. Sie haben den Bürgerkrieg geschürt und al-Qaida-nahe sunnitische Milizen bewaffnet und finanziert. Diese Kräfte kämpfen in Syrien stellvertretend für die USA, verüben Massaker an Schiiten und anderen Minderheiten und führen Bombenanschläge in Gebieten aus, die von der syrischen Regierung gehalten werden.

Kristofs moralische Antennen registrieren zuverlässig Signale des CIA-Hauptquartiers. Das Schreien und Wimmern der Opfer amerikanischer Raketen und Bomben dringen nicht an sein Ohr. Die jüngsten Berichte von Menschenrechtsorganisationen über einen deutlichen Anstieg von amerikanischen Bombardements gegen zivile Ziele ignoriert er gänzlich. Darunter waren die Angriffe von US-Bombern Ende Juli auf al-Ghandour und Tokhar, zwei vom IS kontrollierte Dörfer, bei denen Hunderte von Zivilisten getötet wurden. Das Massaker in Tokhar war der verlustreichste Bombenangriff einer Kriegspartei auf syrische Zivilisten seit Beginn des Konflikts 2011.

Obama, behauptet Kristof, habe zugelassen, dass „sich der syrische Bürgerkrieg und das Leiden immer weiter in die Länge zieht“, und dieses vermeintliche Versagen sei „sein schlimmster Fehler gewesen“, der „einen Schatten auf seine Präsidentschaft wirft“. Die Politik der USA in Syrien, so Kristof, erinnere an die „Gleichgültigkeit gegenüber jüdischen Flüchtlingen in den 1930ern, an das Wegsehen in Bosnien und Ruanda in den 1990ern und in Darfur in den 2000er Jahren.“

Obama hätte nicht genügend „amerikanische Führung“ gezeigt, klagt Kristof. Er zitiert mehrere hochrangige Personen des Staatsapparates (u. a. den Vier-Sterne-General James Cartwright, die frühere Außenministerin Madeleine Albright und die Direktorin im Nationalen Sicherheitsrat für Verteidigungsstrategie, Kori Schake), die sich für die Einrichtung „sicherer Zonen“, sprich Flugverbotszonen aussprechen und die Einsatzfähigkeit der syrischen Luftwaffe durch Raketenangriffe unterbinden wollen, „die die Start- und Landebahnen zerstören“.

„Cartwright räumt ein, dass sein Vorschlag ‚sicherer Zonen‘ Risiken birgt, und dass die amerikanische Öffentlichkeit sich auf ein langjähriges Unternehmen einstellen sollte, vielleicht auf zehn Jahre oder so.“ Die Aussicht auf noch einen der endlosen „Kriege des 21. Jahrhunderts“ kann das feine moralische Empfinden des Times-Kolumnisten nicht erschüttern.

Die gegenwärtige Syrien-Politik der US-Regierung ist nach Ansicht Kristofs insgesamt von falscher „Zurückhaltung“, „Nonchalance“ und „Untätigkeit“ geprägt.

Natürlich ist und war Washington in Syrien keineswegs untätig. Der schreckliche Bürgerkrieg, der Hunderttausende Menschenleben gekostet und Millionen zu Flüchtlingen gemacht hat, ist das Ergebnis einer US-geführten Operation mit dem Ziel, das Assad-Regime zu stürzen, eine Marionettenregierung einzusetzen und den iranischen und russischen Einfluss zurückzudrängen.

Die Obama-Regierung sah sich 2013 gezwungen, unmittelbar eine große Militärintervention abzublasen. Diese war durch die unwahre Behauptung vorbereitet worden, das syrische Regime hätte Chemiewaffen gegen Zivilisten eingesetzt. Das Votum des britischen Unterhauses gegen eine Intervention, interne Konflikte im US-Staatsapparat und verbreitete Opposition in der Bevölkerung gegen einen weiteren Krieg ließen Obama zurückrudern. Kristof gehörte damals zu den Medienleuten, die Obamas Rückzieher verurteilten. Seither gehört er zu den Falken, die die Syrien-Politik des Weißen Hauses kritisieren.

Kristof solidarisiert sich mit „Hillary Clinton, General David Petraeus und vielen anderen“, die „entschlosseneres Vorgehen“ befürworten, d. h. zunächst schwere Luftangriffe.

Der amerikanische Imperialismus hat im Bündnis mit Saudi-Arabien, Katar und der Türkei Milliarden verausgabt, um islamistische Milizen zu finanzieren, zu bewaffnen und nach Syrien einzuschleusen, um einen Regimewechsel zu erzwingen. Das Eingreifen Russlands, das die Situation in Syrien in den Worten Kristofs „sehr viel schwieriger“ gemacht hat, hat den islamistischen Kräften Schläge zugefügt, was Kristof und seine Gesinnungsgenossen nur noch mehr in Rage bringt.

Die „zurückhaltenden“ Maßnahmen, die Kristof & Co. vorschlagen – Einrichtung von Flugverbotszonen, die durch massive Bombenangriffe gegen syrisches Militär und zivile Infrastruktur vorbereitet und aufrechterhalten wird (Albright spricht von „humanitären Gebieten“), führt unvermeidlich zu einer gewaltigen Eskalation der Kämpfe und wahrscheinlich auch zu einem direkten Zusammenstoß mit Russland. Die Erfahrungen mit dem Irak, Bosnien und Libyen beweisen, dass solche Maßnahmen nur das Vorspiel zu einem umfassenden Krieg sind.

Wie die World Socialist Web Site im September 2015 schrieb: „Die Einrichtung solcher [„sicherer“] Zonen diente als Vorwand, um in Libyen einen blutigen Luftkrieg zu führen und damit gleichzeitige Angriffe von Washingtons al-Qaida-Stellvertreterkräften am Boden zu unterstützen. Am Ende standen der Sturz und die Ermordung Gaddafis. Hinter den Gesprächen über eine ‚politische Lösung’ in Syrien stehen die Vorbereitungen, Assad dasselbe Schicksal zuteil werden zu lassen.“

Kristof begeisterte sich ganz besonders für den Angriffskrieg gegen Libyen. Sein Kommentar, „Hugs from Libyans“ („Libyer umarmen uns“), vom 23. März 2011 zeigt auf besonders abstoßende Weise, welche Denkweise hinter seinem „Menschenrechts“-Imperialismus steht. Er begrüßte die Bombardierung Libyens durch die NATO und beendete seinen Artikel so: „Ich habe gesehen, dass es zum Krieg kommt, und ich verabscheue Krieg. Aber ich habe Dinge gesehen, die noch schlimmer sind – zum Beispiel das systematische Töten von Zivilisten, wenn die Welt wegsieht. Gott sei Dank passiert das dieses Mal nicht.“

Das ist eine maßlose und zweckdienliche Lüge. Die USA und ihre Verbündeten griffen Libyen wegen seines Ölreichtums an. Die Folgen ihres Kriegs sind katastrophal.

Amnesty International schildert die Situation des Landes in 2015/2016 folgendermaßen:

„Die bewaffneten Auseinandersetzungen hielten an. Die Einheiten zweier rivalisierender Regierungen und bewaffnete Gruppen begingen straflos Kriegsverbrechen und weitere Verletzungen des Humanitären Völkerrechts. Meinungsfreiheit, Koalitionsfreiheit und Versammlungsfreiheit wurden erheblich eingeschränkt. Inhaftierungen ohne Prozess gingen weiter, Folter und andere Misshandlungen waren gang und gäbe. Frauen, Migranten und Flüchtlinge sind Diskriminierungen und Übergriffen ausgesetzt. Die Todesstrafe blieb in Kraft, einige frühere hochrangige Amtsträger wurden nach einem irregulären Prozess zum Tode verurteilt.“

So sieht das Ergebnis dessen aus, was Kristof 2011 als „eines der wenigen Male in der Geschichte beschrieb, dass militärisch von außen eingegriffen wurde, um Bürger vor ihrer eigenen Regierung zu retten.“ Heute müssen sich die Libyer vor mehr als einer Regierung und vielen Milizen retten.

2011 offenbarte er, vielleicht unbeabsichtigt, mehr als er wollte: „Wir greifen eher ein, wenn Öl und Sicherheitsinteressen auf dem Spiel stehen.“

Der Times-Journalist gehört zu den öffentlichen Personen eines finsteren Netzwerkes von Medien, Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks, „Menschenrechts“-Organisationen und Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit, hinter denen der militärisch-geheimdienstliche Apparat und Milliardäre stehen, die im Geld schwimmen. Ihr wichtigstes Ziel ist es, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Ihre wichtigste Zielgruppe ist die wohlhabende, politisch und wirtschaftlich liberale obere Mittelklasse, darunter Angehörige von pseudolinken Organisationen, die man leicht in Rage versetzen kann, wenn vermeintlich die Rechte von Frauen oder Schwulen in weit entfernten Ländern angegriffen werden. Dabei handelt es sich regelmäßig um Länder, in denen Washington „freundlicher gesinnte“ Regierungen an der Macht sehen will.

Kristof ist oft damit beschäftigt, die Öffentlichkeit durch sein moralisierendes Gehabe zu desorientieren und zu verwirren. 2014 war er maßgeblich an den öffentlichen Beschuldigungen gegen Woody Allen beteiligt, indem er ständig aufs Neue haltlose und unbelegte Vorwürfe von Kindesmissbrauch erhob. Solche Themen werden regelmäßig benutzt, um öffentliche Hysterie zu erzeugen.

Er schürt und fördert aktiv rassisch motivierte Politik. 2014 schrieb er nach dem Polizeimord an Michael Brown in Ferguson, Missouri und den Protesten im Anschluss daran eine Artikelserie, „Wenn Weiße es einfach nicht kapieren“. Seine Forderung nach einer „gründlichen, tiefschürfenden Untersuchung unserer nationalen Seele“ lief darauf hinaus, dass das „weiße Amerika“ rassistisch sei (ein Teil der Serie hieß „Ist jeder von uns ein bisschen rassistisch?“). Kristof ermunterte seine Leser, online einen kostenlosen Impliziten Assoziationstest zu machen, damit sie sehen könnten, wie rückständig und vorurteilsbehaftet sie wirklich sind.

Nicht zufällig ertönt Kristofs neuestes Kriegsgeschrei im Namen der Humanität nach den Parteitagen der Republikaner und Demokraten. Vor allem der Demokratische Parteitag gab den Startschuss für einen Präsidentschaftswahlkampf, der alles darauf konzentriert, Wladimir Putin zu verteufeln, die Kriege im Nahen Osten und Nordafrika massiv auszuweiten und die militärischen Provokationen gegen die Nuklearmächte Russland und China zu verschärfen.

Kristof, der eine klare Mitschuld an Kriegsverbrechen trägt, gibt sich alle Mühe, die Kriege, die seine Oberen im Außenministerium, im Pentagon und bei der CIA planen, möglich zu machen.

Damaskus übt scharfe Kritik an Washington wegen Entsendung von 150 Militärs

Damaskus übt scharfe Kritik an Washington wegen Entsendung von 150 Militärs

Damaskus (IRNA) – Die Entsendung von 150 US-Soldaten nach Syrien ist, Angaben des syrischen Außenministeriums zufolge, eine klare und illegale Intervention, und geschieht ohne die Genehmigung der syrischen Regierung.

„Damaskus lehnt diesen Eingriff, der mit der syrischen Regierung nicht abgestimmt wurde, kategorisch ab. Wir betrachten diesen Schritt als eine eklatante Aggression und Verletzung der nationalen Souveränität der Arabischen Republik Syrien“, heißt es in einer Pressemeldung des syrischen Außenministeriums. Das Volk und die Regierung Syriens werden den Kampf gegen die IS-Terroristen und die al-Nusrah-Front und die anderen untergeordneten Terrorgruppen fortsetzen, und rufen die Weltgemeinschaft auf, Maßnahmen gegenüber dieser klaren US-Intervention zu treffen.

Wie der stellvertretende Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Ben Rhodes, zuvor bestätigte, hat Barack Obama beschlossen, 250 Soldaten zur Unterstützung der US-Verbündeten in Syrien bei der Bekämpfung der Terrorgruppierung „Islamischer Staat“ einzusetzen.

US Aggression

Der Beschluss der USA, 250 Soldaten nach Syrien zu schicken, sind nach Angaben des iranischen Verteidigungsministers Einmischung und Aggression und widerspricht den Völkerrechtsnormen.

„Wer hat die Amerikaner zu einer Reise dorthin eingeladen? Welches Ziel verfolgen sie?“, fragte Hossein Dehghan am Mittwoch in einem Interview mit dem Fernsehsender RT.

Der US-Präsident Barack Obama hat in den letzten Tagen in Hannover die Stationierung von 250 Soldaten in Syrien angekündigt. Sie sollen zur Unterstützung der US-Verbündeten bei der Bekämpfung der IS-Terrormiliz eingesetzt werden, sagte der stellvertretende Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Ben Rhodes.

Ein Weltkrieg hat begonnen – Brecht das Schweigen!

Ein Weltkrieg hat begonnen – Brecht das Schweigen!

Die Obama-Regierung lässt noch mehr Nuklearwaffen bauen, weitere Atomsprengköpfe, weitere nukleare Trägersysteme, noch mehr Nuklearanlagen. Die Ausgaben allein für atomare Sprengköpfe stiegen unter Obama höher als unter jedem anderen Präsidenten. Die Kosten betragen über 30 Jahre mehr als eine Billion Dollar. Militärkritiker erregten deshalb auch großes Aufsehen im In- und Ausland.

Ich war einmal zu Dreharbeiten auf den Marshallinseln, das liegt nördlich Australiens, mitten im Pazifischen Ozean. Jedes mal wenn ich Leuten erzähle wo ich war, kommt die Frage: „Wo ist denn das?“ Wenn ich ihnen den Hinweis „Bikini“ gebe, dann sagen sie: „Meinen Sie den Badeanzug?“

 

hwWenigen ist bewusst, dass der Bikini zu Ehren jener Atombomben-explosionen benannt wurde, die das Bikini Atoll zerstört haben. 66 nukleare Sprengkörper ließen die USA zwischen 1946 und 1958 auf den Marshallinseln explodieren, das entspricht 1,6 Hiroshimas jeden einzelnen Tag – 12 Jahre lang.

Bikini ist heute tot, mutiert und verstrahlt. Die Palmen wachsen mit einem seltsamen Muster. Nichts bewegt sich. Es gibt keine Vögel. Die Grabsteine auf dem alten Friedhof strahlen. Auf meinen Schuhen registrierte der Geigerzähler die Stufe „betriebsunsicher“.

 

bravocastlemap

Ich war am Strand und sah wie der smaragdgrüne Pazifik in einem riesigen

schwarzen Loch versank. Das ist der Krater, den die Wasserstoffbombe mit dem Namen Castle Bravo hinterließ. Diese Explosion hat die Menschen und die Umgebung über Hunderte von Kilometern vergiftet, womöglich für immer. (Anm.d.Ü.: geben Sie auf Googlemaps „Castle Bravo Site“ ein und schon mit der Skala 10km erkennt man das Loch)

Auf meiner Rückreise landete ich auf dem Flughafen von Honolulu. Ich sah ein amerikanisches Magazin namens„Women’s Health“. Auf dem Titelbild eine lächelnde Frau in einem Bikini, darunter die Schlagzeile: „Auch Sie können eine Bikinifigur haben“. Ein paar Tage zuvor unterhielt ich mich auf den Marshallinseln mit Frauen, die ganz andere „Bikinikörper“ hatten. Alle litten unter Schilddrüsenkrebs und anderen lebensbedrohlichen Arten von Tumoren.

 

Im Gegensatz zu der Frau in dem Magazin waren sie alle verarmt: die Opfer und Laborratten einer habgierigen Supermacht, die heute gefährlicher denn je ist.

 

Ich benutze dieses Erfahrung als eine Warnung und eine Unterbrechung der Ablenkung, die so viele von uns auffrisst. Der Gründer der modernen Propaganda, Edward Bernays, beschrieb dieses Phänomen als „die bewusste und intelligente Manipulation von Gewohnheiten und Meinungen“ in demokratischen Gesellschaften. Er nannte es „unsichtbare Führung“.

 

ac

 

Wie vielen Menschen ist bewusst, dass ein Weltkrieg begonnen hat? Momentan ist es ein Propagandakrieg aus Lügen und Ablenkungsmanövern, aber das kann sich mit dem ersten falsch übermittelten Befehl, der ersten Rakete schlagartig ändern.

 

2009 stand Präsident Obama vor einer ihn anhimmelnden Menge mitten in Prag, im Herzen Europas. Er verpflichtete sich, „die Welt von Atomwaffen zu befreien“. Die Leute jubelten und manche mussten weinen. Ein Strom aus Plattheiten wälzte sich durch die Medien. Danach bekam Obama den Friedensnobelpreis.

 

Alles eine Fälschung. Er hat gelogen.

 

20120510-104742

 

Die Obama-Regierung lässt noch mehr Nuklearwaffen bauen, weitere Atomsprengköpfe, weitere nukleare Trägersysteme, noch mehr Nuklearanlagen. Die Ausgaben allein für atomare Sprengköpfe stiegen unter Obama höher als unter jedem anderen Präsidenten. Die Kosten betragen über 30 Jahre mehr als eine Billion Dollar.

 

Eine atomare Minibombe ist in Planung. Sie trägt den Namen B61 Model 12. Vergleichbares hat es noch nie gegeben. General James Cartwright, ein früherer Vizechef des Vereinten Generalstabs, sagte: „Die Verkleinerung macht den Gebrauch dieser Nuklearwaffen denkbarer.“

 

In den letzten 18 Monaten gab es entlang Russlands Westgrenze die größte Aufstockung militärischer Kräfte seit dem Zweiten Weltkrieg – angeführt von den USA. Seit Hitler in die Sowjetunion einmarschierte haben keine ausländische Truppen eine solche offensichtliche Bedrohung für Russland dargestellt.

Die Ukraine – einst ein Teil der Sowjetunion – ist zu einem Freizeitpark der CIA geworden. Seit der Aufführung des Coups in Kiew kontrolliert Washington im Grunde ein Regime, das Russland hasst und mit ihnen eine Grenze teilt. Ein Regime buchstäblich mit niederträchtigen Nazis. Prominente Parlamentarier in der Ukraine sind politische Abkömmlinge von Faschisten der berüchtigten OUN und UPA. Öffentlich loben sie Hitler und rufen nach der Verfolgung und Vertreibung der russischsprachigen Minderheit.

 

Das ist dem Westen selten eine Meldung wert, oder sie wird ins Gegenteil verkehrt um die Wahrheit zu unterdrücken.

 

In Lettland, Litauen und Estland – gleich neben Russland – stationieren die USA Kampftruppen, Panzer und schwere Waffen. Diese extreme Herausforderung an die zweitgrößte Nuklearmacht quittiert der Westen mit Stillschweigen.

 

Was die Aussicht auf einen Atomkrieg noch gefährlicher macht ist die gleichzeitige Kampagne gegen China.

 

Freedom of navigation

 

Es vergeht kaum ein Tag an dem China nicht in den Rang einer „Bedrohung“ befördert wird. Laut Admiral Harry Harris, dem US Pazifik-Kommandanten, „baut China im Südchinesischen Meer eine Große Mauer aus Sand“.

 

Er spricht von den Bauarbeiten Chinas für Landebahnen auf den Spratly-Inseln. Diese sind ein Streitobjekt mit den Philippinen – ein Streit ohne Dringlichkeit. Bis Washington die Regierung in Manila erpresste und bestach und das Pentagon eine Propagandakampagne mit dem Namen „freedom of navigation“ startete.

 

Was das wirklich bedeutet? Es bedeutet die Freiheit für amerikanische Kriegsschiffe, in den Küstengewässern Chinas zu patrouillieren und zu dominieren. Stellen Sie sich die amerikanische Reaktion vor, wenn chinesische Kriegsschiffe dasselbe vor der kalifornischen Küste tun würden.

 

Ich habe einen Film mit dem Titel „Der Krieg den man nicht sieht“ gemacht. Darin habe ich renommierte Journalisten aus Amerika und Britannien interviewt. Reporter wie Dan Rather von CBS, Rageh Omar von der BBC, David Rose vom „Observer“.

 

Alle sagten: hätten die Journalisten und die Sender ihren Job gemacht und die Propaganda bezüglich Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen hinterfragt, hätte man die Lügen von George W. Bush und Tony Blair nicht durch Journalisten verstärkt und nachgeplappert, die Invasion in den Irak wäre möglicherweise nicht passiert und Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder wären heute noch am Leben.

 

Die Propaganda als Grundlage für einen Krieg gegen Russland und/oder China ist im Grunde die gleiche. Nach meiner Kenntnis gibt es keinen Journalisten im westlichen „Mainstream“ – etwas wie Dan Rather – der fragt, warum China im Südchinesischen Meer Landebahnen baut.

 

Die Antwort liegt klar auf der Hand: die Vereinigten Staaten kreisen China mit einem Netz aus Militärbasen ein, mit ballistischen Raketen, Schlachtverbänden und Nuklearbombern.

 

Dieser tödliche Bogen spannt sich von Australien über die Inseln im Pazifik, die Marianen und die Marshallinseln und Guam bis zu den Philippinen, Thailand, Okinawa, Korea und über Eurasien nach Afghanistan und Indien. Amerika hat China eine Schlinge um den Hals gelegt. Das ist keine Meldung wert. Schweigen durch die Medien – Krieg durch die Medien.

 

2015 haben die USA und Australien unter höchster Geheimhaltung das größte Luft-See-Manöver in der jüngeren Geschichte durchgeführt, Codename „Talisman Sabre“. Das Ziel des Manövers war die Übung eines Luft-See-Schlachtplans, die Blockade von Seewegen, wie die Straßen von Malakka und von Lombok. Das würde Chinas Zugang zu Erdöl, Gas und anderen lebenswichtigen Rohstoffen aus dem Nahen Osten und Afrika abschneiden.

 

 

Für uns heißt die Gefahr nicht Trump, sondern Hillary Clinton.

 

In der als amerikanischer Präsidentschaftswahlkampf bekannten Zirkusshow wird Donald Trump als ein Irrer, ein Faschist dargestellt. Natürlich ist er ekelhaft; aber er wird auch von den Medien gehasst. Allein das sollte uns skeptisch machen.

 

Trumps Ansichten zur Migration sind grotesk, aber auch nicht grotesker als die von David Cameron. Nicht Trump ist der große Abschieber (Deporteur) in den Vereinigten Staaten, sondern der Friedensnobelpreisträger Barack Obama.

 

Laut einem erstaunlich liberalen Kommentator „entfesselt“ Trump in den USA „die dunklen Mächte der Gewalt“. Er „entfesselt“ sie?

 

In einem Land, in dem Kleinkinder ihre Mütter erschießen und die Polizei einen mörderischen Krieg gegen schwarze Amerikaner führt. Dieses Land hat mehr als 50 Länder angegriffen und versucht, sie umzustürzen, viele davon Demokratien. Von Asien bis in den Nahen Osten haben sie bombardiert und den Tod und die Vertreibung von Millionen Menschen verursacht.

 

Diesen systemischen Gewaltrekord erreicht kein anderes Land. Die meisten amerikanischen Kriege (fast alle gegen wehrlose Länder) wurden nicht von republikanischen Präsidenten, sondern von liberalen Demokraten angezettelt: Truman, Kennedy, Johnson, Carter, Clinton, Obama.

 

Eine Reihe von Richtlinien des Nationalen Sicherheitsrates aus dem Jahr 1947 beschreibt als vorrangiges Ziel der amerikanischen Außenpolitik „eine Welt die nach unserem (Amerikas) eigenem Bildnis gestaltet wird“. Messianischer Amerikanismus war die Ideologie. Wie waren alle Amerikaner. Wehe wenn nicht! …Andersgläubige würden bekehrt, gestürzt, bestochen, verleumdet oder zerschlagen.

 

Donald Trump ist Ausdruck dieser Ideologie. Aber er ist auch ein eigenwilliger Querdenker. Er sagt, dass die Invasion in den Irak ein Verbrechen war. Er will nicht gegen Russland und China in den Krieg ziehen. Für uns heißt die Gefahr nicht Trump, sondern Hillary Clinton. Sie ist keine Querdenkerin. Sie verkörpert die Widerstandsfähigkeit und die Gewalt eines „Systems“, dessen vielgepriesener „Exzeptionalismus“ totalitär ist. Manchmal mit einem liberalen Gesicht.

 

Der Tag der Präsidentenwahl rückt näher, Clinton wird als erste weibliche Präsidentin bejubelt werden, unbeschadet ihrer Verbrechen und Lügen – genauso wie Barack Obama als erster schwarzer Präsident gepriesen wurde. Und die Liberalen haben seinen Schwachsinn mit der „Hoffnung“ geschluckt. Kindische Freude.

 

Der Guardian-Kolumnist Owen Jones beschrieb Obama als „witzig, charmant, mit einer Coolness, die praktisch alle anderen Politiker in den Schatten stellt“. Einen Tag später schickt Obama Drohnen los und schlachtet 150 Menschen in Somalia ab. Für gewöhnlich tötet er Menschen an Dienstagen, so berichtete es die New York Times, an jenen Tagen bekommt er eine Liste mit den Kandidaten für Drohnenmorde. Saucool.

 

In ihrer Wahlkampagne 2008 drohte Hillary Clinton dem Iran mit „totaler Vernichtung“ durch Nuklearwaffen. Als Außenministerin unter Obama nahm sie am Sturz der demokratischen Regierung von Honduras teil. Ihr Anteil an der Zerstörung Libyens 2011 war nahezu schadenfroh. Als der libysche Führer Oberst Gaddafi öffentlich mit einem Messer anal penetriert wurde – ein Mord der durch amerikanische Logistik ermöglicht wurde – da freute sich Clinton diebisch über seinen Tod: „Wir kamen, wir sahen, er starb.“

 

Eine von Clintons engsten Verbündeten ist Madeleine Albright, die frühere Außenministerin. Sie hat jungen Frauen vorgeworfen, nicht für „Hillary“ zu stimmen. Das ist dieselbe Madeleine Albright, die vor laufender Kamera den Tod von einer halben Million irakischer Kinder guthieß: „Das war’s wert.“

 

Zu Clintons größten Unterstützern gehören die Israellobby und die Waffenschmieden, die die Gewalt im Nahen Osten anheizen. Sie und ihr Mann haben von der Wallstreet ein Vermögen bekommen. Dennoch ist sie der Kandidat der Frauen, dazu bestimmt, den bösen Trump auszuschalten, den offiziellen Dämon. Zu ihren Unterstützerinnen zählen prominente Feministinnen: wie Gloria Steinem in den USA und Anne Summers in Australien.

 

Eine Generation zuvor hatte ein postmoderner Kult namens „Identitätspolitik“ viele intelligente und liberal gesinnte Menschen daran gehindert, dass sie sich die Gründe und die Personen genauer anschauten – wie den Bluff Obamas und Clintons; wie fingierte progressive Bewegungen wie Syriza in Griechenland. Sie haben ihr Volk betrogen und sich mit dem Feind verbündet.

 

Eine Selbstbezogenheit, eine Art „Ich“-Bewegung, wurde in privilegierten westlichen Gesellschaften zum neuen Zeitgeist. Er bedeutet die Abkehr von den großen Sammelbewegungen gegen Krieg, soziale Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Rassismus und Sexismus.

 

Vielleicht ist dieser lange Schlaf heute vorbei. Die Jungen rühren sich wieder. Langsam. Die Tausenden in Britannien, die Jeremy Corbyn als Labour-Führer unterstützten, sind Teil dieses Aufbruchs. Genau wie jene die sich versammeln um den Senator Bernie Sanders zu unterstützen.

 

Letzte Woche hat Jeremy Corbyns engster Verbündeter, sein Kandidat für das Amt des Finanzministers, John McDonnell, sich verpflichtet, dass eine Labour-Regierung die Schulden der räuberischen Banken übernehmen würde und im Grunde mit der Austerität (Anm.d.Ü.: den Einsparungsmaßnahmen) weitermachen würde.

 

In den USA hat Bernie Sanders versprochen, er würde Clinton unterstützen falls sie nominiert würde. Wenn er es für „richtig“ hielt, dann hat auch er für einen Gewalteinsatz Amerikas gegen andere Länder gestimmt. Er sagt, Obama habe „einen großartigen Job“ gemacht.

 

In Australien regiert eine Art Begräbnispolitik, in den Medien werden nervtötende parlamentarische Spielchen vorgeführt, während Flüchtlinge und Ureinwohner verfolgt werden und die Ungleichheit wächst, zusammen mit der Kriegsgefahr. Die Regierung von Malcolm Turnbull hat gerade einen sogenannten Verteidigungsetat über $195 Milliarden vorgelegt, das ist der Weg in den Krieg. Es gab keine Debatte. Nur Schweigen.

 

Was ist aus der großen Tradition der populären Protestbewegungen geworden? Die ohne die Parteien auskommen? Wo sind der Mut, die Phantasie und die Bereitschaft die nötig sind, um die lange Reise in eine bessere, eine gerechte und friedliche Welt zu beginnen? Wo sind die Dissidenten in der Kunst, im Film, im Theater oder in der Literatur?

Wo sind jene, die das Schweigen durchbrechen werden? Oder warten wir, bis die erste Atomrakete startet?

Dieser Text wurde zuerst am 27. März 2016 auf Propagandaschau.wordpress.com unter der URL <https://propagandaschau.wordpress.com/2016/03/27/john-pilger-ein-weltkrieg-hat-begonnen/x&gt; veröffentlicht.

Ûbersetzung: Fritzthecat


Profilbild von John Pilger

John Pilger

ist ein australischer Journalist und Dokumentarfilmer. Von 1963 bis 1986 war Pilger Leiter der Auslandsredaktion des „Daily Mirror“. Seitdem arbeitet Pilger als freier Journalist. Mit zahllosen Journalismus-Preisen ausgezeichnet, gehört Pilger zu den prominentesten englischsprachigen Journalisten. Quelle: Wikipedia


US-Präsident Barack Obama in Hannover: Kinder dürfen nicht in den Garten

US-Präsident Barack Obama in Hannover: Kinder dürfen nicht in den Garten

Die Polizei hat die Anwohner des Zooviertels am Mittwochabend über die Maßnahmen zum Besuch von Barack Obama informiert. Die Bürger zeigten zwar stellenweise Verständnis – nur das Verbot für Kinder, draußen zu spielen, stieß auf Kopfschütteln.

 

Obama-Besuch-Kinder-duerfen-nicht-in-den-Garten_pdaArticleWide

 

Hannover. „Wir wollen Ängste abbauen und Transparenz schaffen“, sagt Polizeivizepräsident Rochell bei der Begrüßung der rund 70 Besucher – zumeist Anwohner aus dem Zooviertel, die wissen wollten, worauf sie sich beim Besuch von US-Präsident Barack Obama am 24. April einstellen müssen. Die Behörde hatte offenbar mit einem größeren Andrang gerechnet und deshalb die Schulaula im Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium für das Treffen ausgewählt. Ist die Zahl der Anwesenden der Maßstab, darf vermutet werden: Viele sind mit den bisher veröffentlichten Informationen zufrieden und haben sich auf die besondere Lage und großen Grimm eingestellt – die Diskussion gestern verlief ruhig und konzentriert.

Einsatzleiter Rochell hatte einen Teil des Planungsstabs mitgebracht, um allen Fragestellungen gerecht werden zu können. Auf dem Podium saßen außerdem Kripochef Bernd Gründel, der Leiter des Dezernats Einsatz und Verkehr, Uwe Lange, und Gerd Lewin, Chef der Polizeiinspektion Ost. „Es sind eine Reihe von Medienvertretern da, weil Obama ein Ereignis ist und weil er in Ihr Wohnviertel kommt.“ Die Polizei müsse deswegen einen sehr hohen Sicherheitsstandard erfüllen. „Ich finde es persönlich aber wichtig, dass sich die führenden Leute treffen und nicht kuschen vor der aktuellen Weltlage“, sagte Rochell.