Selig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel!

Selig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel!

Vivat Stultitia!

Ein Lob der Torheit, wusste bereits Erasmus von Rotterdam, an dem sich Luther orientiert haben soll.

Stultitia tritt als Frau mit „schlechtem Ruf“ an ein Katheder, bekennt sich als personifizierte Torheit und lobt genussvoll ihre „Tugenden“. Die ersten Sätze des Buches verdeutlichen sofort die Intention des Erasmus:[2]

„Die Torheit tritt auf und spricht: Mögen die Menschen in aller Welt von mir sagen, was sie wollen – weiß ich doch, wie übel von der Torheit auch die ärgsten Toren reden –, es bleibt dabei: Mir, ja mir ganz allein und meiner Kraft haben es Götter und Menschen zu danken, wenn sie heiter und frohgemut sind.“

 

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