Codex Alimentarius – Dr. Rima Laibow (deutsches Video)

Codex Alimentarius – Dr. Rima Laibow (deutsches Video)

Dies ist ein sehr wichtiger Film, der alle Menschen betrifft, vor allem diejenigen, die noch etwas bewirken wollen und sei es bloß durch die Verbreitung von Information. Die Codex Alimentarius-Komission prognostizierte mindestens drei Milliarden Tote weltweit. Eine Milliarde durch Verhungern, zwei Milliarden durch Krankheiten, aufgrund von Mangelernährung. Seit dem 31.12.2009 ist Codex Alimentarius voll einsetzbar. Ab dann werden (negativ) behandelte Lebensmittel, deren Auswirkung auf den Menschen nicht messbar sind, verbreitet werden. Im Gegensatz dazu werden Nährstoffe, die in der Medizin ihren Einzug gewannen, und daher messbare (positive) Auswirkungen auf den Menschen haben, verboten werden. Dr. Rima Libow kämpft weiter und will nun die USA verklagen.

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Bei der Synchronisation können Fehler aufgetaucht sein, die jedoch keinen Effekt auf den Inhalt haben.
Ich bitte daher um Verständnis.

Synchronisation: WhiteDoveX: https://www.youtube.com/user/WhiteDoveX

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Britischer Außenminister redet abfällig von libyschen Leichen! (Video)

Britischer Außenminister redet abfällig von libyschen Leichen! (Video)

Der britische Außenminister Boris Johnson meinte am Parteitag der konservativen Tories, Libyen könne zu einem attraktiven Ziel für Touristen und Investoren werden – vorher müssten in der Küstenstadt Sirte aber erst „die Leichen weggeräumt werden“. Mit dieser aussage hatte er nicht nur weltweit für Empörung gesorgt, sondern er zeigt auch die hässliche Fratze des Kapitalismus in Großbritannien. Solche herabwürdigenden Aussagen sollten doch normalerweise zum sofortigen Ausschluss einer jeden Partei und jedem Parteitag führen. Aber da die politische, lobbyistische Elite alle gleich agieren, befindet sich Johnson unter seines Gleichen und kann sicher sein, dass man diese Leichen für das klingende Pfund beseitigt!

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Syrien fordert Ende der Angriffe US-geführter Anti-IS-Koalition auf Zivilisten

Syrien fordert Ende der Angriffe US-geführter Anti-IS-Koalition auf Zivilisten

Damaskus (IRNA / K-Networld) – Das syrische Außenministerium hat in zwei Schreiben an den UNO-Generalsekretär und Präsidenten des UN-Sicherheitsrates ein Ende der Luftangriffe der US-geführten Anti-IS-Koalition auf Zivilisten gefordert.

In beiden Schreiben verurteilte das Außenministerium die Bombardierung der Stadt Al-Mayadin im Südosten Deir ez-Zor scharf.

„Der Angriff ist eine weitere Aggression der illegalen   Anti-IS-Koalition    gegen die nationale Souveränität und territoriale Integrität Syriens verstoßen“, hieß es in beiden Schreiben.

„Die Einsätze der Koalition sind gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates sowie gegen das  internationale Recht. Die Koalition räumte  in den letzten Monaten die Tötung von hunderten syrischen Zivilisten ein“, fügte das syrische Außeninisterium hinzu.

Die Kampfjets der Anti-IS-Kalition bomabardierten am 25. Mai eine vierstöckige Wohnung in der syrischen Stadt Al-Mayadin. Dabei wurden 35 Zivilisten, darunter Kinder und Frauen, getötet und Dutzende weitere verletzt.

So viel zur all angepriesenen chirurgischen Kriegsführung der USA. Noch vor Kurzem übte Washington heftige Kritik an Israels Vorgehen im Krieg gegen die Hamas in Gaza. „Der Verdacht, dass Extremisten in der Gegend operieren, rechtfertigt keine Angriffe, die das Leben so vieler unschuldiger Zivilisten gefährden“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums damals. Nun jedoch führt Amerika im Irak und in Syrien selbst Krieg gegen eine islamistische Terrororganisation (die sie auch noch selbst ins Leben gerufen haben), und Zivilisten kommen dabei ums Leben. So schnell kann das gehen. Tatsächlich haben die USA zugegeben, ihre Toleranzschwelle für die Inkaufnahme von zivilen Toten abgesenkt zu haben. Dabei hatte man schon lange das Gefühl, dass es von Seiten der USA so etwas wie eine Toleranzschwelle komplett nicht vorhanden sein kann. Und wenn man dann auch noch solch ein aktives Töten von Zivilisten gegen jegliche Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und gegen die syrische Regierung durchführt, stellt man sich die Frage wie lange die Welt bei diesem Treiben noch tatenlos zusehen wird.

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Mehrere Tote bei Explosion in der Metro von St. Petersburg

Mehrere Tote bei Explosion in der Metro von St. Petersburg

Bei einer Explosion in der U-Bahn in der russischen Stadt St. Petersburg sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Lokale Agenturen berichten von mindestens zehn Toten. Weiterhin sollen bis zu 30 Menschen verletzt worden sein, einige von ihnen sehr schwer. Die Ursache für die Explosionen sind dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge unklar. Man ziehe alle Möglichkeiten in Betracht, auch Terrorismus!

Inzwischen haben die Sicherheitskräfte alle U-Bahn-Stationen der Millionen-Metropole geschlossen. Lokalen Medien zufolge explodierte ein Sprengsatz in einem Zug auf der Fahrt zwischen zwei Stationen im Zentrum. Behördenquellen schätzten die Sprengkraft auf 200 bis 300 Gramm Dynamit. Der Sprengsatz sei mit Metallsplittern versehen gewesen. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich dabei nicht um einen Selbstmordattentäter gehandelt haben.

Zuvor hatten andere Medien von Detonationen in mindestens zwei U-Bahnhöfen gesprochen. Demnach ereigneten sich die Detonationen an den Stationen „Sennaya Ploshchad“ und „Technologisches Institut“. Unbestätigt ist derweil ein Bericht, wonach Sicherheitskräfte eine dritte Bombe entdeckt haben.

Kremlchef Wladimir Putin war am Montag zu einer Konferenz in St. Petersburg. Er hielt sich aber nach Angaben seines Sprechers im Vorort Strelna auf. Die Bundesregierung sprach mit Blick auf die ersten Berichte von furchtbaren Nachrichten. „Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen und ihren Familien“, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert.

In St. Petersburg leben knapp fünf Millionen Menschen. Die Metropole liegt am östlichen Ende der Ostsee. Bis Moskau sind es knapp 700 Kilometer.

 

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37 Tote nach türkischem Frachtflugzeugabsturz in Kirgisistan

37 Tote nach türkischem Frachtflugzeugabsturz in Kirgisistan

Bischkek (Press TV/ParsToday) – Beim Absturz eines Frachtflugzeugs bei der kirgisischen Hauptstadt Bischkek sind 37 Menschen ums Leben gekommen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte.

Die Boeing-747-Maschine der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines absolvierte den Flug von Hongkong nach Bischkek. Nach Angaben des Zivilschutzministeriums stürzte das Flugzeug auf eine Datschensiedlung nahe des Flughafens ab.

Die Mehrheit der Opfer seien Einwohner eines Dorfes, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums.

Dem kirgisischen Katastrophenschutzministerium zufolge sind mindestens sechs der Opfer Kinder. Die Leichen der Besatzungscrew lagen unter den Opfern.

Nach Angaben des Ministeriums, führte der Flugzeugabsturz zum Brand von zwei Wohnhäusern.

Lokalen Quellen zufolge wurden alle   Flüge von und nach  Flughafen Manas in Kirgisistan bis auf weiteres ausgesetzt.

Tote bei Feuer im Bochumer Bergmannsheil

Tote bei Feuer im Bochumer Bergmannsheil
Klinik Bergmannsheil in Bochum

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Bochum  Großbrand in Bochum: Das Dach des Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil steht in Flammen. Die Lage vor Ort ist laut Einsatzkräften chaotisch.

In einem Bochumer Krankenhaus ist in der Nacht zum Freitag ein Brand ausgebrochen. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden mehrere Stockwerke des Universitätsklinikums Bergmannsheil evakuiert. Die Lage sei chaotisch, sagte der Sprecher.

Mehrere Patienten werden vermisst – derzeit geht die Feuerwehr von zwei Toten aus. Zudem gebe es mindestens 15 Verletzte, wovon sechs laut Polizei in Lebensgefahr schweben. Zunächst war von fünf lebensgefährlich Verletzten gesprochen worden. Der Brand sei noch nicht unter Kontrolle, hieß es um 7.30 Uhr von der Feuerwehr.

Feuerwehr geht von zwei Toten bei Großbrand in Bochum aus

Die Feuerwehr löscht die oberen Stockwerke des Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum.Foto: dpa

Das Feuer ist offenbar in einem Patientenzimmer im 6. Obergeschoss ausgebrochen und hat sich über die gesamte Station ausgebreitet. Augenzeugen berichtet von einem völlig zerstörtem Dach. Durch die enorme Hitze des Feuers seien Fenster und Möbel geschmolzen.

100 Patienten werden kurzfristig entlassen

Zurzeit ist die Feuerwehr Bochum mit über 200 Einsatzkräften vor Ort. Weitere Einsatzkräfte wurden aus dem gesamten Ruhrgebiet angefordert. Die Brandursache war zunächst unklar.

Nach Angaben der Stadt Bochum seien zum Zeitpunkt des Brandes 180 der 650 Betten des Krankenhauses belegt gewesen. 100 von ihnen würden nun kurzfristig entlassen werden, die anderen 80 würden intern verlegt. Das Universitätsklinikum Bergmannsheil ist eines der größten Krankenhäuser des Ruhrgebiets.

Verkehrsbehinderungen in Bochum

Rund um die Einsatzstelle sind in den nächsten Stunden erhebliche Verkehrsbehinderungen zu erwarten. Die Bogestra teilte mit, dass die Haltestelle Bergmannsheil während der Löscharbeiten nicht angefahren werden könne. Das betreffe die Linien 308 und 318. Die Bahnen fahren ansonsten auf der gewohnten Strecke.

Die Buslinien 354, 365 und 394 müssen umgeleitet werden. In den Fahrtrichtungen Zillertal, Bochum Hbf und Keplerweg halten die Busse nicht an der Haltestelle Haupteingang Bergmannsheil.In den Fahrtrichtungen Munscheider Straße, Real und Narzissenstraße entfallen die Haltestellen Romanusplatz und Haupteingang Bergmannsheil. Die Busse der Linie 388 in Fahrtrichtung Keplerweg halten nicht an den Haltestellen BO-Ehrenfeld, Ursulastraße, Bochumer Verein/Jahrhunderthalle, Annastraße und Schmidtstraße.

Notfallnummern eingerichtet

Das Bergmannsheil hat Notfallnummern eingerichtet, unter denen sich Angehörige von Patienten informieren können.

0234 / 302 6114
0234 / 302 6116
0234 / 302 6118

Zudem hat die Feuerwehr Bochum eine Hotline geschaltet, bei der sich Bürger über Verkehrsbehinderungen durch den Großeinsatz informieren können:

0234 / 9254 938

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Quelle: derwesten.de

USA greift syrische Armee an – Moskau ruft zur Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates auf

USA greift syrische Armee an – Moskau ruft zur Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates auf

Die USA und Russland streiten über die Folgen des US-geführten Luftangriffs auf die syrische Armee mit 80 toten und 100 schwer verletzten syrischen Soldaten. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beschuldigte Moskau die USA die Waffenruhe zu gefährden. Die USA erklärten, es habe sich um ein Versehen gehandelt.

Die Bombardierung syrischer Regierungssoldaten durch die US-geführte Anti-IS-Allianz hat zu neuen Spannungen zwischen den USA und Russland geführt. Am Rande einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats erhoben Vertreter beider Staaten massive Vorwürfe gegeneinander.

Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin verließ die Sitzung kurz nach Beginn und erklärte, hinter dem russisch-amerikanischen Abkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen in Syrien stehe nun „ein sehr großes Fragezeichen“. Möglicherweise sei es Ziel des Angriffs gewesen, „die Arbeit der gemeinsamen Umsetzungsgruppe für Syrien zu stören, so dass das Abkommen nicht in Kraft treten kann“.

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Tschurkin und Power fetzen sich vor dem Gremium

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Tschurkin warf seiner Amtskollegin Samantha Power zudem „Schwafelei“ vor und zeigte sich verärgert darüber, dass sie mit der Presse geredet habe, während er vor dem Gremium gesprochen habe.

US-Botschafterin Power warf Russland ihrerseits Scheinheiligkeit und Effekthascherei vor, weil es die Sondersitzung des höchsten UN-Gremiums beantragt hatte. Dieses Vorgehen sei „selbst für russische Verhältnisse“ einzigartig. Stattdessen solle sich die Regierung in Moskau darauf konzentrieren, die Umsetzung des gemeinsam und im guten Willen ausgehandelten Abkommens für Syrien voranzubringen.

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USA gestehen den Angriff ein

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Vertreter der US-Armee räumten ein, dass die Bombardierung der syrischen Soldaten auf das Konto der von den USA geführten Allianz gehe. Der Angriff habe nach tagelangen Beobachtungen möglicher Ziele durch den US-Geheimdienst stattgefunden, erklärte ein Sprecher. Er sei sofort abgebrochen worden, nachdem Russland darauf hingewiesen habe, dass es sich nicht um Stellungen des „Islamischen Staats“ (IS) gehandelt habe.

Das US-Verteidigungsministerium drückte offiziell sein Bedauern aus. „Sollten wir versehentlich eine Position der syrischen Armee getroffen haben, bedauern wir dies, insbesondere den Verlust von Menschenleben“, erklärte der Pressesprecher des Pentagon, Peter Cook. Die US-Regierung versicherte zudem, man werde bei den weiteren Angriffen auf Kämpfer der Islamistengruppen IS und Al-Kaida in Übereinstimmung mit den Vereinbarungen der Waffenruhe handeln.

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IS macht vorübergehende Bodengewinne

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Der Angriff hatte sich am späten Nachmittag in der Nähe des Flughafens von Deir al-Sor in Nordost-Syrien ereignet. Die Militärbasis ist umgeben von Extremisten des IS. Direkt nach dem Luftangriff seien die Dschihadisten am Boden in die Offensive gegen den Stützpunkt gegangen, so die Nachrichtenagentur Sana. Durch die Attacke hätten die Islamisten einen strategisch gelegenen Berg mit Blick auf die Basis einnehmen können. Kurz darauf meldete die syrische Armee jedoch, sie habe die verlorene Stellung wieder eingenommen.

Russland und die USA hatten am vergangenen Wochenende eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland vereinbart, die Montag in Kraft trat, in den vergangenen Tagen aber zunehmend brüchig wurde. Hält die Feuerpause sieben Tage, wollen die USA und Russland der Abmachung zufolge zu gemeinsamen Luftangriffen auf Extremistengruppen wie den IS übergehen. Der von beiden Ländern ausgehandelte Pakt soll den Weg für eine friedliche Lösung des seit mehr als fünf Jahren tobenden Syrien-Konflikts ebnen.

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Mindestens 16 Tote und Verletzte bei Explosion zweier Bomben in Bagdad

Mindestens 16 Tote und Verletzte bei Explosion zweier Bomben in Bagdad

Bagdad (IRNA) – Bei zwei Bombenexplosionen im Norden und Südwesten von Bagdad sind laut Polizeiangaben mindestens vier Menschen getötet und 12 weitere verletzt worden.

Einem Bericht von dpa aus Bagdad zufolge verlautete aus Polizeikreisen, dass bei einer Bombenexplosion in der Nähe eines Einkaufszentrums in Tarmiyah im Norden Bagdads zwei Menschen ums Leben gekommen seien, acht weitere hätten Verletzungen erlitten. Eine weitere Explosion in der Region Baiyaa im Südwesten von Bagdad hinterließ zwei Tote und vier Verletzte.

Gestern kam es in den Regionen Abu-Ghuraib und al-Sha’b zu Bombenexplosionen, wobei vier Menschen getötet und 12 weitere verletzt wurden.

Syrien: Mindestens 20 Tote bei Luftangriff auf Idlib

Syrien: Mindestens 20 Tote bei Luftangriff auf Idlib

Damaskus/Moskau/Berlin (press tv/dradio) – Mindestens 20 Menschen, darunter drei Kinder, sind bei einem Luftangriff auf Gebiete in der nordsyrischen Stadt , Idlib, ums Leben gekommen.

Westliche Medien beschuldigen russische und syrische Luftwaffen. Offenbar trafen Angriffe zwei von Deutschland unterstützte Krankenhäuser.

Das Ibn-Sina-Krankenhaus und das Nationalkrankenhaus seien von Deutschland finanziell unterstützt worden, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Schäfer, in Berlin. Wer die Angriffe in der Nacht zum Dienstag geflogen hat, ist unklar. Sowohl die russische Luftwaffe als auch die syrische Armee werden beschuldigt. Bei den Angriffen kamen mehr als 20 Menschen ums Leben.

Russland wies den Vorwurf entschieden zurück und machte Terrormilizen dafür verantwortlich.

Das russische Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien hatte zuvor mitgeteilt, dass die Al-Nusra-Front am Dienstag die Stadt Aleppo sowie mehrere Ortschaften in den syrischen Provinzen Idlib, Hama, Homs und Latakia unter Beschuss genommen hätte.

Other Losses – Die verschwiegene Geschichte Deutschlands nach 1945

Other Losses – Die verschwiegene Geschichte Deutschlands nach 1945

WICHTIGE GESCHICHTE DEUTSCHLANDS

Bevor Julian Assange und Edward Snowden mit ihren Enthüllungen über US-Geheimdokumente die Welt in Erstaunen versetzten, veröffentlichte der Kanadier James Bacque bereits 1989 sein Buch „Other Losses“.

Das Vorwort schrieb der US-Militärhistoriker Oberst Dr. Ernest F. Fisher. Es ist eine detaillierte Aufarbeitung, wie die US-Armee und die französische Armee schuldig wurden am Tod von etwa einer Millionen deutscher Kriegsgefangener – auf höchsten Befehl, jedoch unbemerkt von der Weltöffentlichkeit. Gemeinsam mit dem Historiker der US-Armee wertete Bacque zahlreiche amerikanische Dokumente aus. So konnten sie nachweisen, dass unmittelbar nach der deutschen Kapitulation General Dwight Eisenhower, später Präsident der Vereinigten Staaten, den Befehl erteilt hatte, den unter freiem Himmel eingezäunten Millionen deutscher Soldaten und Zivilgefangenen Wetterschutz und Nahrung zu verweigern (Rheinwiesenlager).

Der Morgenthau-Plan für die „Pastoralisierung“ Deutschlands (Pastoralisierung = Umwandlung in Weideland) war 1944 von Roosevelt und Churchill auf einer Geheimkonferenz entworfen worden. Er sah die Aushungerung von Millionen Kriegsgefangenen und Zivilisten vor – einschließlich der aus dem Osten vertriebenen Deutschen. Unter dem Deckmantel „Reparationen“ wurden industrielle Erzeugungsstätten geplündert und alles noch Brauchbare abtransportiert. Es fand der wohl größte Patentraub aller Zeiten statt – insbesondere durch die Entführung deutscher Spezialisten und hoch ausgebildeter Fachkräfte.

Erst 1946 hat sich durch eine außerordentliche, internationale Hilfsaktion die Lage für das geschundene Volk etwas gebessert. Sie wurde geleitet von dem Amerikaner Herbert Hoover („Hoover Food“) und dem Kanadier MacKenzie. Unsere Dokumentation – basierend auf insgesamt drei Büchern von Bacque – zeigt erstaunliches und erschütterndes neues Bildmaterial, ergänzt durch Interviews mit amerikanischen Kommandanten der Todeslager und mit deutschen Opfern, die diese unmenschlichen Strapazen überlebt haben. Diese sprechen sicher nicht mehr von der Befreiung Deutschlands, wenn sie an ihre unsäglichen Qualen und das Leid denken müssen.

 

DIE KOLLEKTIVE SCHULD DER DEUTSCHEN

 

Im „Report of a Conference on Germany after the War“, erarbeitet im Sommer 1944 vom „Joint Committee on Post-War-Planning“ an der Columbia University, New York City, fand sich der Fahrplan für die Umerziehung der Deutschen, der dann zur offiziellen Richtlinie der US-amerikanischen Nachkriegspolitik wurde. (Er ist wiedergegeben in Mosberg, Reeducation.) Entwickelt wurde er von Wissenschaftlern aus den Gebieten der Medizin, Psychologie, Soziologie usw. Der zu den geistigen Vätern gehörende Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung hatte davor gewarnt, einen Unterschied zwischen „anständigen und unanständigen“ Deutschen zu machen (zitiert in Mosberg, Reeducation). Die Deutschen seien „kollektiv schuldig“. Der Grund dafür sei eine „allgemeine psychische Minderwertigkeit des deutschen Menschen“. Nach seiner Auffassung seien die Deutschen „entartet“. Die einzig wirksame Therapie sei es, dass die Deutschen dazu gebracht werden müssen, ihre Schuld anzuerkennen, ja, dass sie sich selbst öffentlich und immer wieder zu ihrer Schuld bekennen.

Einer der ersten Schritte zu diesem Ziel war das Stuttgarter Schuldbekenntnis der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD). Als sich führende Persönlichkeiten der deutschen evangelischen Kirche, die überwiegend der Bekennenden Kirche angehörten, bemühten, in den im Aufbau befindlichen Ökumenischen Rat aufgenommen zu werden, wurde ihnen die Bedingung gestellt, zunächst ein Bekenntnis zur deutschen Kollektivschuld öffentlich abzulegen. Generalsekretär des Ökumenischen Rates war der Holländer Visser’t Hooft, der im Kriege dem britischen Geheimdienst angehört hatte. Am 18./19. Oktober 1945 legten die Führer der deutschen evangelischen Kirchen vom Landesbischof Lilje über Pastor Martin Niemöller bis zu Dr. Dr. Gustav Heinemann das gewünschte Schuldbekenntnis ab, und zwar nicht nur für die evangelische Kirche, sondern für das gesamte deutsche Volk, also beispielsweise auch die Katholiken und Konfessionslosen. (Ausführlich dazu der Kieler Theologieprofessor Walter Bodenstein in „Ist nur der Besiegte schuldig? Die EKD und das Stuttgarter Schuldbekenntnis von 1945“.)

Immer wieder stößt man auf die Annahme der Umerzieher, die Kollektivschuld der Deutschen habe ihre Ursache in ihrer biologischen Veranlagung. Das müsse den Deutschen eingeprägt werden, bis sie davon selbst überzeugt seien. Die Instrumente dazu seien die Medien, in der damaligen Zeit vor allem die Presse, der Rundfunk und der Film.

Dazu mussten zunächst die in Deutschland vorhandenen Medien beseitigt werden. Sie wurden verboten. Der nächste Schritt war es, alle Männer und Frauen aus dem öffentlichen Leben zu entfernen, die den Zielen der Umerziehung hätten widersprechen können. In den Internierungslagern verschwanden in bis zu drei Jahren zwischen 314.000 und 454.000 Menschen (die Angaben in der Literatur schwanken), ohne völkerrechtliche Grundlage und ohne Anklage – von BDM-Führerinnen bis zu hohen Ministerialbeamten, von Ortsgruppenleitern der NSDAP über Schriftsteller bis zu Diplomaten. Das Personal der Rundfunkanstalten wurde entlassen, die führenden Journalisten und Verleger in Internierungslager gesperrt. An die Stelle der deutschen Medien traten zunächst Rundfunksender der alliierten Militärregierungen. Was sie zu veröffentlichen hatten, lieferten die Besatzungsmächte über ihre Nachrichtenagenturen, in der US-Zone die Agentur DANA, später DENA, in der britischen unter der Leitung von Sefton Delmer, einem führenden Mann der PSK, die German News –Service = GNS. Nichts anderes durften die deutschsprachigen Zeitungen und Rundfunksender veröffentlichen als das, was diese Agenturen verbreiteten.

Nach einiger Zeit lockerte man die Personalpolitik, indem man auch Journalisten einstellte, die keine Emigranten waren, aber im Dritten Reich aus politischen Gründen kaltgestellt waren. Nach ein bis zwei Jahren kamen die ersten von der Besatzungsmacht ausgebildeten Redakteure zum Zuge. (Ein eindrucksvolles Bild liefert das von den deutschen Journalisten der ersten Stunde Richard Tüngel und Hans Rudolf Berndorff geschriebene Buch „Auf dem Bauche sollst Du kriechen“, erschienen 1958.) Die Spitze bildete in der US-Zone ein Leon Edel, später Eugene Jolas. Der Chef der Presseoffiziere war der Intelligence Officer Alfred Rosenberg. Die Deutschen Journalisten standen unter strenger amerikanischer bzw. britischer Aufsicht. Sie hatten umzusetzen, was die Psychologische Kriegführung vorgegeben hatte. Hauptziel war, dass „die Deutschen ihre Kollektivschuld eingestanden und von ihrer Minderwertigkeit überzeugt wurden“, wie Helmuth Mosberg in seiner auch als Buch erschienenen Dissertation „Reeducation – Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland“ schreibt. Jeder Journalist hatte ein Umerzieher zu sein.

DER DEUTSCHE CHARAKTER WIRD GEWASCHEN

Auf die Dauer konnte man die Deutschen nicht allein mit den Zeitungen und Rundfunksendungen der alliierten Militärbehörden abspeisen. So suchte man Deutsche, die geeignet erschienen, neu gegründete Zeitungen zu verlegen. Darüber hat Caspar von Schrenck-Notzing bereits 1965 in seinem grundlegenden Werk „Charakterwäsche“ berichtet, das in immer neuen Auflagen und kürzlich in einer Neufassung erschien. Die neuen deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger sollten das „andere Deutschland“ verkörpern, also Menschen sein, die sich von den bisherigen Deutschen deutlich unterschieden. Bei der Auswahl ging es erst in zweiter Linie um fachliche Eignung, vor allem aber um die charakterlichen Eigenschaften. Die Siegermächte gingen davon aus, dass die meisten Deutschen einen falsch entwickelten Charakter hatten, da sie durch ihre autoritären Familien geprägt worden waren. Wie die neue Elite in der Medienwelt geartet sein soll, das hatte eine Fachgruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von Max Horkheimer erarbeitet (auch er begegnet uns wieder bei den Vordenkern der 68er Revolte) und in einem fünfbändigen Werk „Studies in Prejudice“ vorgelegt, einem Werk, zu dessen Autoren u. a. Theodor W. Adorno, Else Frenkel-Brunswik, Daniel J. Levinson, R. Nevitt Sanford gehörten.

Sie wollten die Vorurteile, unter denen die Deutschen angeblich leiden, aufdecken und ausrotten. Wörtlich: „Ausrottung meint Umerziehung, die wissenschaftlich geplant wird.“ Damit sollten „potentiell faschistische Individuen aufgedeckt werden“. So suchte man Menschen, bei denen die in Deutschland typischen Werte, wie „äußerlich korrektes Benehmen, Fleiß, Tüchtigkeit, physische Sauberkeit, Gesundheit und unkritisches Verhalten“ nicht vorhanden waren, denn diese Eigenschaften verbergen angeblich „eine tiefe Schwäche des eigenen Ichs“. Man befragte die ins Auge gefassten Persönlichkeiten u. a. danach, wie ihr Verhältnis zu Vater und Mutter war. Bevorzugt wurden Männer, die zu ihren Eltern ein gebrochenes Verhältnis hatten, also nicht durch die autoritäre deutsche Familie geformt waren. Und sie gingen mit gutem Gewissen vor, waren doch, wie sie behaupteten, die Deutschen krank, waren Patienten, die von ihrer Paranoia geheilt werden mussten.

Die neuen Zeitungsverleger und Chefredakteure wurden entsprechenden Tests unterzogen, und wenn sich herausstellte, dass sie solche gebrochenen Charaktere hatten, dann kamen sie in die engste Wahl. Sozusagen als Belohnung erhielten sie die Lizenz für eine Zeitung oder Zeitschrift, natürlich immer noch überwacht von den Presseoffizieren. Die neuen Zeitungsverleger hüteten sich, gegen die vorgegebenen Regeln zu verstoßen, wäre ihnen doch anderenfalls die Lizenz wieder entzogen oder sie hätten ihre Stellung verloren. Die allermeisten funktionierten wie verlangt, wobei auch bald Überzeugungen im Spiel waren, schlagen sich doch die meisten Menschen gern auf die Seite der Sieger (ausführlich dazu Schrenck-Notzing).

Dass eine große Rolle bei der Umerziehung die Prozesse gegen die deutsche Führungsschicht und gegen angebliche und wirkliche Kriegsverbrecher spielten, liegt auf der Hand. Das Verfahren vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg gegen die Reichsführung sowie die darauf folgenden der amerikanischen Militärjustiz wurden den Deutschen durch die Zeitungen der alliierten Militärregierungen vermittelt. Sie sollten der deutschen Bevölkerung in allen Einzelheiten die Kollektivschuld vor Augen führen, hatte aber gleichzeitig die Aufgabe, die alliierten Kriegsverbrechen wie etwa den Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung zu rechtfertigen oder zu verdecken.

Bei all diesen Maßnahmen wurde die Hauptforderung der Psychologischen Kriegführung befolgt: Man muss ein gegnerisches Volk von seiner Führung trennen. Das war bereits ein Ziel der Alliierten im Ersten Weltkrieg, als der Kaiser als bluttriefendes Monster dargestellt wurde. Für alle Zeitungen wie auch beim Rundfunk galt der Grundsatz, dass jeder Journalist ein Umerzieher zu sein hat. Befolgte er das nicht, lief er Gefahr, seine Stellung zu verlieren. Nicht zuletzt das erklärte die Linientreue von Verlegern und Redakteuren (ausführlich dazu Mosberg, Reeducation). Als 1949 die Bundesrepublik Deutschland entstand, ging die Lizenzierung der Presse durch die Militärregierung zu Ende. Aber man hatte in den Jahren 1945 bis 1949 seinen Nachwuchs herangezogen, und der war durch die Schule der von den Militärregierungen überwachten Umerzieher gegangen. Auch daher erklärt es sich, dass heute die bundesdeutschen Journalisten zwar frei sind in Einzelfragen, dass sie sich aber alle einigen Grundeinstellungen verpflichtet fühlen (müssen), so der deutschen Kollektivschuld und der deutschen Alleinschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

So wie die Presse im Sinne der Umerzieher umgestaltet wurde, so erging es auch dem Rundfunk und der Filmwirtschaft. Die bis 1945 in Deutschland produzierten Filme wurden zunächst generell verboten; dann gab man ausgewählte Revue- und Unterhaltungsfilme frei. (Noch heute sind zahlreiche Filme verboten.) Die Kinos zeigten zunächst überwiegend englisch- und russischsprachige Filme mit Untertiteln, bis nach den Prinzipien der Umerzieher gedrehte deutsche Filme zur Verfügung standen. (Beispiele: Die Mörder sind unter uns, Film ohne Titel, Rotation.)

Parallel lief die Umerziehung in Schulen und Universitäten. Alle Schulbücher wurden verboten. Um Bücher verlegen zu können, benötigte man die Lizenz der Militärregierung. Es bestand erheblicher Bedarf an Neuerscheinungen, nachdem der Alliierte Kontrollrat insgesamt 34.645 Bücher verboten hatte sowie pauschal alle Bücher über den Ersten Weltkrieg und über die Olympischen Spiele 1936; das waren alles in allem drei- bis viermal so viele Bücher wie im Dritten Reich. (Siehe den Befehl Nr. 4 des Alliierten Kontrollrates vom 13. 5. 1946 „Betreffend Einziehung von Literatur und Werken nationalsozialistischen und militaristischen Charakters“ sowie „Liste der auszusondernden Literatur“ mit drei Nachträgen.) Nachdrucke im Uwe Berg Verlag, Toppenstedt 1983/1984.

Der bisher geschilderte Kurs der Umerziehung wurde strikt befolgt, bis im September 1946 US-Außenminister Byrns in einer Rede in Stuttgart erklärte, dass sich die amerikanische Politik Deutschland gegenüber verändern müsse, um in Europa kein Vakuum entstehen zu lassen. Inzwischen hatte auch die amerikanische Führungsschicht begriffen, dass das Bündnis zwischen der Sowjetunion und den Westmächten nur hielt, solange sie einen gemeinsamen Feind, nämlich Deutschland, hatten. Nun brachen die Gegensätze offen aus. Die US-Regierung befürchtete, dass durch das Vakuum, das durch die Niederwerfung Deutschlands entstanden war, die Sowjetunion in Gestalt des Kommunismus eindringen werde mit allen Folgen für die westliche Welt. Der Gegensatz zwischen Ost und West eskalierte im März und April 1947 auf der Moskauer Konferenz. Immer deutlicher wurde der Machtkampf um Deutschland. Jeder – Ost wie West – wollte so viel wie möglich vom deutschen Potential für sich gewinnen, indem es den in seinen Händen befindlichen Teil Deutschlands in seinen Machtbereich einbezog. Der „kalte Krieg“ war ausgebrochen.

 

DIE HEIMLICHEN PATEN DER BUNDESREPUBLIK

 

Die Lage der amerikanischen Psychokrieger wurde kompliziert. Einer ihrer engsten Verbündeten, die Sowjetunion, galt plötzlich als Feind der USA. Die Aufgabe der amerikanischen PSK war es nun, sowohl Deutschland nieder zu halten, als auch Deutschland wieder eine gewisse Macht zu zu billigen, weil man diese deutsche Macht gegen die UdSSR benötigte. Der Gegenseite ging es nicht viel anders. Allerdings brauchte man nur das deutsche Potential, nicht aber einen eigenständigen Willen. Die Deutschen sollten aufgehen in einem amerikanischen Machtblock im Westen und in einem sowjetischen im Osten. Der psychologischen Kriegführung eröffnete sich eine zweite Front: Der Kampf gegen den Kommunismus. Es bedurfte noch einiger Jahre, bis sich die Psychologische Kriegführung neu positioniert hatte. Über diese zweite Phase berichtet eindrucksvoll ein Dokumentarfilm, der im Sender „Phoenix“ schon mehrfach ausgestrahlt wurde unter dem Titel „Germany made in USA“, in dem die seinerzeit verantwortlichen Spezialisten der amerikanischen Umerziehungsinstitutionen persönlich zu Worte kommen. Sie waren, wie es im Film heißt, die „heimlichen Paten der Bundesrepublik Deutschland“, da man die deutsche Hilfe beim Kampf gegen den Kommunismus brauchte. Die linken Kräfte in der BRD sollten davon abgehalten werden, in den Kommunismus abzurutschen. Für sie gründete der CIA den „Kongress für die Freiheit der Kultur“, dessen Zeitschrift „Der Monat“ weit verbreitet wurde. Geld spielte eine erhebliche Rolle, um auch bislang weit links operierende deutsche Intellektuelle für die Amerikaner zu gewinnen. Während die Umerzieher in der ersten Zeit nach dem Krieg damit beschäftigt waren, deutsche Strukturen zu zerstören, ging es nun darum, Institutionen wieder aufzubauen, die für die amerikanische Sache nützlich waren, wie z. B. die deutschen Gewerkschaften.

Dafür zuständig gewesene Amerikaner schildern in dem Film, wie enorme amerikanische Bestechungssummen in den Aufbau des Deutschen Gewerkschaftsbundes flossen, aber auch wie wichtige linke Politiker wie Willy Brandt, Ernst Reuter und Carlo Schmid mit Geld für ihre politische Arbeit gewonnen wurden. Amerika-Häuser wurden gegründet. Die Pendants in der britischen Besatzungszone hießen „Die Brücke“, in der französischen „Maisons français“, in der sowjetischen „Haus der deutsch-sowjetischen Freundschaft“. In sie wurden Schulklassen zur Indoktrination geführt, Propagandafilme gezeigt, geeignete Literatur zur Verfügung gestellt. So wie der britische Geheimdienst die „Deutsch-englische Gesellschaft“ ins Leben rief (heute „Deutsch-Britische Gesellschaft“), um über sie die deutsche öffentliche Meinung im britischen Sinne zu beeinflussen und gleichzeitig Menschen zu finden, die zur Zusammenarbeit mit den Briten bereit waren, so entwickelten in den übrigen Besatzungszonen die dort zuständigen Geheimdienste ähnliche Aktivitäten.

Bestrebungen deutscher Kreise nach Wiedervereinigung konnten dabei nur stören. Solche Bestrebungen mussten niedergehalten werden, auch wenn die jetzt etablierte Bundesregierung den deutschen Wählern gegenüber immer wieder versicherte, nichts sei ihr wichtiger als die Wiedervereinigung. Als 1952 im Bundestag die Abstimmung über den Schuman-Plan anstand, nach dem eine westeuropäische Hohe Behörde (Frankreich, Benelux, Italien sowie die Bundesrepublik Deutschland) die europäische Kohle- und Stahlpolitik koordinieren sollte, drohten manche Bundestagsabgeordnete, dem Vertragswerk die Stimme zu verweigern, weil sie fürchteten, durch die feste Anbindung der BRD an den Westen werde die angestrebte Wiedervereinigung erschwert. Der CIA aber zerstreute deren Bedenken, indem die schwankenden Abgeordneten mit einem beträchtlichen Handgeld ausgestattet wurden, woraufhin der Schuman-Plan den Bundestag passierte.

So half die USA den Deutschen, von amerikanischen Grundsätzen zu profitieren, wie in dem Film einer der CIA-Mächtigen sich ausdrückte. Gleichzeitig rotteten sie, um ein weiteres Zitat aus dem Film aufzunehmen, die preußisch-deutschen Relikte im deutschen Denken aus, so dass Deutschland nunmehr „eine Kulturnation nach USA-Vorbild“ geworden war. Karl Steinbuch, ein zu seinen Lebzeiten weithin geachteter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nachrichtenverarbeitung und -übertragung, später bekannt geworden als gesellschaftskritischer Schriftsteller, schrieb: „Die Siegermächte haben uns ein kulturelles Herrschaftssystem aufgezwungen, das unserer Existenz, unserer Identität und unserer Tradition feindlich ist: Die Ideologie gegen die eigene Existenz.“ Elisabeth Noelle-Neumann schrieb, das Ergebnis der Umerziehung sei ein Extrem der Selbstdemütigung. „Man kann das in einem Satz zusammenfassen: Die Siegermächte haben uns den Selbsthass eingepflanzt.“ (beides zitiert in Mosberg, Reeducation).

Verwendete Literatur:

Sigurd Binski, Zwischen Waldheim und Workuta, Bonn 1967;

Walter Bodenstein, Ist nur der Besiegte schuldig? Die EKD und das Stuttgarter Schuldbekenntnis von 1945, München 1986;

Sefton Delmer, Die Deutschen und ich, deutsche Ausgabe Hamburg 1962;

Georg Franz-Willing, Umerziehung – Die De-Nationalisierung besiegter Völker im 20. Jahrhundert, Coburg 1991;

Gisela Gneist, Günther Heydemann, Allenfalls kommt man für ein halbes Jahr in ein Umschulungslager, Leipzig 2002;

Paul M. A. Linebarger, Schlachten ohne Tote – Psychological Warfare, deutsche Ausgabe Frankfurt am Main o. J. (ca. 1962);

Liste der auszusondernden Literatur mit drei Nachträgen, Leipzig 1946–1952, Nachdrucke im Uwe Berg Verlag, Toppenstedt, 1983/1984;

Anne Morelli, Die Prinzipien der Kriegspropaganda, Springe 2004;

Helmuth Mosberg, Die REeducation. Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland, München 1991;

Arthur Ponsonby, Lügen in Kriegszeiten – eine Sammlung und kritische Betrachtung von Lügen, die während des Ersten Weltkriegs bei allen Völkern in Umlauf waren. Deutsche Ausgabe Berlin 1930;

Benno Prieß, Erschossen im Morgengrauen, 3. Aufl age, Calw 2005

Psychologische Verteidigung, Psychologische Kampfführung, Sonderdruck aus Taschenbuch für Wehrfragen, Frankfurt am Main 1960/61;

Olaf Rose (Herausgeber), Der Hetzer. Lord Vansittard und die britische Kriegspropaganda gegen Deutschland 1939–1945. Stegen 2004;

Speziallager – Internierungslager. Internierungspolitik im besetzten Nachkriegsdeutschland. Berlin-Hohenschönhausen 1996;

Caspar v. Schrenck-Notzing, Charakterwäsche. Die amerikanische Besatzung in Deutschland und ihre Folgen, Stuttgart 1965, erweiterte Neuausgabe Graz 2004;

Richard Tüngel und Rudolf Berndorff, Auf dem Bauche sollst Du kriechen … Deutschland unter den Besatzungsmächten. Hamburg 1958;

Franz Uhle-Wettler, Der deutsche Militarismus, in Criticon Nr. 142, München 1994

Clemens Vollnhals, Entnazifi zierung. Politische Säuberung und Rehabilitierung in den vier Besatzungszonen. dtv München 1991;

Heiner Wember, Umerziehung im Lager, Essen 1991;

Henric L. Wuermeling, Die weiße Liste. Umbruch der politischen Kultur in Deutschland 1945, UBU Berlin, 1988;

Dokumentarfilm Germany made in USA, von Joachim Schröder, Redaktion Klaus Bahn, mehrfach im Sender Phoenix

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Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland gegenüber den Vertretern des Ökumenischen Rates der Kirchen

„Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland begrüßt bei seiner Sitzung am 18./19. Oktober 1945 in Stuttgart Vertreter des Ökumenischen Rates der Kirchen. Wir sind für diesen Besuch um so dankbarer, als wir uns mit unserem Volk nicht nur in einer großen Gemeinschaft der Leiden wissen, sondern auch in einer Solidarität der Schuld. Mit großem Schmerz sagen wir: Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden. Was wir unseren Gemeinden oft bezeugt haben, das sprechen wir jetzt im Namen der ganzen Kirche aus: Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat; aber wir klagen uns an, daß wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben. Nun soll in unseren Kirchen ein neuer Anfang gemacht werden. Gegründet auf die Heilige Schrift, mit ganzem Ernst ausgerichtet auf den alleinigen Herrn der Kirche, gehen sie daran, sich von glaubensfremden Einflüssen zu reinigen und sich selber zu ordnen. Wir hoffen zu dem Gott der Gnade und Barmherzigkeit, daß er unsere Kirchen als sein Werkzeug brauchen und ihnen Vollmacht geben wird, sein Wort zu verkündigen und seinem Willen Gehorsam zu schaffen bei uns selbst und bei unserem ganzen Volk. Daß wir uns bei diesem neuen Anfang mit den anderen Kirchen der ökumenischen Gemeinschaft herzlich verbunden wissen dürfen, erfüllt uns mit tiefer Freude. Wir hoffen zu Gott, daß durch den gemeinsamen Dienst der Kirchen, dem Geist der Gewalt und der Vergeltung, der heute von neuem mächtig werden will, in aller Welt gesteuert werde und der Geist des Friedens und der Liebe zur Herrschaft komme, in dem allein die gequälte Menschheit Genesung finden kann. So bitten wir in einer Stunde, in der die ganze Welt einen neuen Anfang braucht: Veni, creator spiritus!“

Stuttgart, den 18./19. Oktober 1945

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Das faschistische Italien hatte bis 1943 an Deutschlands Seite Krieg geführt, wurde dann aber von Marschall Badoglio zur richtigen Seite bekehrt; es brauchte daher nicht umerzogen zu werden. Italien hatte sich auch im Faschismus sein gutes Gewissen bewahren können. Auf dem Balkan und in Griechenland, insbesondere in Äthiopien waren zwar grausame Kriege geführt worden. Aber der von demselben Badoglio mit Giftgas und Genozid geführte besonders grausame Krieg in Äthiopien betraf nur so etwas Ähnliches wie Neger. Das war nicht so schlimm. Ein Schuldbekenntnis der tief verstrickten italienischen Kirche kam daher auch nicht in Frage. Badoglio vor ein Kriegsgericht zu stellen, war nach Churchills Meinung nicht angebracht. Außerdem waren diese Taten in Italien schon 1946 amnestiert worden.