Eines Tages wird es kein Morgen mehr geben!

Eines Tages wird es kein Morgen mehr geben!

Paul Craig Roberts
30. Oktober 2017

Aus dem Englischen übersetzt und zuvor veröffentlicht: Einar Schlereth

Russische Sermat ICBM

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Bevor die Idioten in Washington uns vom Angesicht der Erde wegblasen lassen, sollten diese Trottel besser mal mit der Tatsache klar kommen, dass die US-Armee jetzt in der zweiten Division im Vergleich zu Russland spielt.

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Zum Beispiel ist die Flotte obsolet geworden durch Russlands hypersonic-lenkbarer Zircon-Rakete

Zum Beispiel sind die Geschwindigkeit und Bahnänderungen der russischen Sarmat ICBM (Interkontinentalrakete) schneller als das Washingtoner ABM-System. Eine Sarmat reicht aus, Großbritannien oder Frankreich oder Deutschland oder Texas auszulöschen. Es braucht nur ein Dutzend, um die Vereinigten Staaten auszulöschen.

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Warum wisst ihr das nicht?

Zum Beispiel ist der enorm teure F-35 Jetflieger für die russischen Kampfflieger kein Gegner.

Zum Beispiel sind die US-Panzer für die russischen Panzer kein Gegner.

Zum Beispiel sind die russischen Truppen in ihrer Kampf-Bereitschaft und Ausbildung weit motivierter und nicht verschlissen durch 16 Jahre von witzlosen und frustrierenden Kriegen wegen was, das weiß kein Mensch.

Wenn die USA sich auf einen katastrophalen Krieg mit einer militärisch überlegenen Macht einlassen, wird es der Fehler von Hillary Clinton, der DNC, des ehemaligen CIA-Direktors John Brennan und des militärischen/Sicherheits-Komplexes, der Presstitut-Medien und der amerikanischen liberal/progressiv/Linken sein, die, völlig verblödet von der Identitätspolitik, sich mit den neokonservativen Kriegshetzern verbündet haben und Trump hinderten, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren.

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Ohne normale Beziehungen zu Russland hängt Armageddon über uns wie das Schwert des Damokles

Seid ihr nicht der Meinung, dass es empörend, erstaunlich, unverzeihlich, unerklärlich, rücksichtslos und unverantwortlich ist, dass die Demokratische Partei, die Druck- und Fernsehmedien, der Militär/Sicherheits-Komplex, der uns angeblich beschützen soll, und die liberal/progressive/Linke Hand in Hand arbeiten, um die menschliche Rasse zu vernichten?

Warum gibt es so viel Widerstand, die Beziehungen mit einer Atommacht zu normalisieren? Warum sind sogar die Grünen auf den anti-Trump-Propaganda-Zug gesprungen? Verstehen die Grünen nicht die Konsequenzen eines Atom-Krieges?

Warum gibt es so eine irssinnige, wahnsinnige Bemühung, einen Präsidenten zu verjagen, der die Beziehungen zu Russland normalisieren will?

Warum sind diese Fragen nicht Teil der öffentlichen Diskussionen?

Das Versagen der politischen Führung, der Medien, der intellektuellen Klasse in Amerika ist total.

Der Rest der Welt muss irgendwie ein Mittel finden, Washington in Quarantäne zu stellen, bevor das Böse das Leben auf der Erde zerstört.

Die Biographie von Roberts findet ihr hier: Dr. Paul Craig Roberts 

Die russische 5. RS-28 Sarmat ICBM-Generation!
Das mächtigste und modernste strategische Raketensystem der Welt!
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Washington steckt hinter Indiens brutalem Bargeld-Experiment

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Reblog: Ein Artikel von Norbert Häring, zuvor veröffentlicht auf Free21 NewsONpaper

Mit einem Schlag erklärte die indische Regierung am 8. November 2016 die beiden größten Geldscheine und damit über 80 Prozent des indischen Bargelds mit sofortiger Wirkung für ungültig. Worüber erstaunlicher Weise niemand zu reden oder zu schreiben scheint, ist die entscheidende Rolle, die Washington dabei spielte. Dabei wurde sie nur sehr oberflächlich verborgen.

Bargeldlos (Foto: feuerwerk / pixabay / CC0 Public Domain)

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Der ehemalige Präsident Barack Obama hatte die „strategische Partnerschaft“ mit Indien zu einer außenpolitischen Priorität erklärt. Schließlich gilt es China einzuhegen. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat die Entwicklungshilfeorganisation der US-Regierung, USAid, ein Kooperationsabkommen mit dem indischen Finanzministerium geschlossen. Dabei geht es auch darum, in Indien und weltweit die Bargeldnutzung zugunsten digitaler Bezahlverfahren zurückzudrängen.

Am 8. November erklärte die indische Regierung überraschend mit einem Schlag die beiden größten Banknoten und damit über 80 Prozent des umlaufenden Bargelds für ungültig. Diese konnten nur begrenzte Zeit auf Bankkonten eingezahlt werden, bevor sie ungültig verfallen. Die Bargeldabgabe durch Banken wurde streng limitiert. Fast die Hälfte der Inder hat kein Bankkonto und sehr viele keine Bank in der Nähe. Die Wirtschaft läuft ganz überwiegend auf Bargeldbasis. Folgerichtig gab es eine extreme Geldknappheit und große Härten vor allem für die ärmeren und ländlichen Bevölkerungsgruppen. Auch im Dezember litten die Menschen noch erheblich unter Geldmangel und den damit einhergehenden Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Essen, sowie nötige Dienstleistungen, etwa von Ärzten und Krankenhäusern zu bezahlen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal erheblich niedriger gewesen ist, als in den Vorquartalen. Chaos und Betrug regierten auch noch im Dezember.

Vier Wochen vorher

Nur knapp vier Wochen vor dieser überfallartigen Aktion verkündete USAid die Gründung von „Catalyst: Inclusive Cashless Payment Partnership“ um bargeldloses Bezahlen in Indien entscheidend voranzubringen. In der Pressemitteilung vom 14.10. heißt es, diese Initiative „markiert die nächste Phase in der Partnerschaft zwischen USAid und dem indischen Finanzministerium um universelle finanzielle Inklusion voranzubringen“. Die Mitteilung taucht in der Liste der Pressemitteilungen von USAid nicht (mehr?) auf – auch nicht, wenn man speziell nach „Indien“ filtert. Man muss wohl wissen, dass es sie gibt, oder zufällig beim Googeln darauf stoßen. Diese und andere Pressemitteilungen, die damals langweilig erschienen und kaum jemand interessierten, sind nach dem 8. November sehr viel interessanter – und verräterischer – geworden.

Im Nachhinein wird erkennbar, wenn man die entsprechenden Verlautbarungen liest, dass die Catalyst-Initiative und die Partnerschaft von USAid mit dem indischem Finanzministerium, aus der sie hervorging, nichts anderes waren als Tarnprojekte zur Vorbereitung des November-Überfalls auf die Bürger Indiens. Schon der Name Catalyst lässt im Nachgang die Programmatik deutlich erkennen.

Direktor für Projekt-Inkubation von Catalyst wurde Alok Gupta, bis dahin Chief Operating Officer des World Ressources Institute in Washington, zu dessen größten Geldgebern USAid gehört. Er war Mitglied des ursprünglichen Teams der Unique Identification Authority of India, die das – unter Big-Brother-Aspekten gruselige – biometrische Identifikationssystem Aadhaar entwickelt hat. Nach einem Bericht der indischen Economic Times hat USAid sich verpflichtet Catalyst für drei Jahre zu finanzieren. Wie viel Geld dabei fließt, werde geheim gehalten.

Badal Maluick, CEO von Catalyst war zuvor Vizepräsident des größten indischen Online-Marktplatzes Snapdeal. Er sagte zur Gründung von Catalyst:

„Die Mission von Catalyst ist es, multiple Koordinationsprobleme zu lösen, die die Durchdringung von digitalem Bezahlen unter Händlern und unter Konsumenten mit niedrigem Einkommen blockiert haben. (…) Die Regierung hat zwar (…) in einer konzertierten Aktion digitales Bezahlen gefördert, aber es gibt noch das Problem der letzten Meile, wenn es um Akzeptanz bei Händlern geht, und Koordinationsprobleme. Wir wollen diesen Problemen mit einem holistischen Ökosystem-Ansatz begegnen.“

Noch zehn Monate vorher

Das hier angesprochene Problem der multiplen Koordination und des robusten Bargeld-Ökosystems wurde zuvor in einem Report herausgearbeitet, den USAid 2015 im Rahmen der Anti-Bargeld-Partnerschft mit dem indischen Finanzministerium in Auftrag gegeben und im Januar 2016 vorgestellt hat. Die Pressemitteilung dazu ist ebenfalls nicht (mehr?) in der Liste der Pressemitteilungen von USAid enthalten. Titel der Studie war „Beyond Cash”.

„Händler und Konsumenten sind in einem Cash-Ökosystem gefangen, das ihr Interesse an (bargeldlosen Verfahren) hemmt“, heißt es darin. Mit anderen Worten: Weil wenige Händler bargeldloses Bezahlen anbieten haben wenige Kunden Interesse daran und weil wenige Kunden Karten haben und damit bezahlen wollen, haben wenige Händler Interesse daran. Hinzu kommt: Banken und Zahlungsdienstleister stellen Händlern für die erstmalige Teilnahme Gerätekosten in Rechnung, sodass diese sich scheuen, digitales Bezahlen anzubieten, solange die Nachfrage danach gering ist.  Es brauche also einen Impuls von außen, um zu einer Durchdringung mit Karten zu kommen, die gleichzeitig Angebot und Nachfrage nach digitalen Bezahlmöglichkeiten auf ein höheres Niveau hebt.

Der vom Catalyst-CEO angekündigte „Ökosystem-Ansatz“ um diesen Impuls zu schaffen, bestand, wie erst im November offenkundig wurde, darin, mit einem Schlag für eine begrenzte Zeit das Bargeld-Ökosystem zu zerstören und danach allmählich trocken zu legen, u.a. über Begrenzung der Bargeldauszahlung. Da die Aktion überfallartig durchgeführt werden sollte, um ihre volle katalytische Wirkung zu entfalten, konnten natürlich weder die veröffentlichte Studie, noch die Catalyst-Gruppe offenlegen, was geplant war. Der raffinierte Trick, mit dem die wahren Pläne getarnt wurden, bestand darin, immer nur regionale Feldversuche anzukündigen. Dies erlaubte es, in aller Offenheit Forschungs- und Vorbereitungsarbeiten voranzutreiben und sogar Expertenanhörungen durchzuführen.

„Das Ziel ist es, eine Stadt zu nehmen, und dort die digitalen Bezahlvorgänge innerhalb von einem Jahr zu verzehnfachen“, sagte Maluick noch am 14. Oktober bei der Vorstellung von Catalyst. Damit sie sich bei ihren Untersuchungen und Vorbereitungen nicht auf eine einzige Stadt beschränken mussten, taten der Beyond-Cash-Bericht und Catalyst so, als würden sie verschiedene Regionen und Städte untersuchen, um dann die für den Feldversuch am besten geeignete Stadt oder Region auszusuchen. Im November stellte sich dann heraus, dass ganz Indien die Versuchsregion für eine globale Initiative sein sollte. „Indien ist an vorderster Front der globalen Bemühungen, Volkswirtschaften zu digitalisieren“, hatte US-Botschafter Jonathan Addleton, der Mission Director von USAid in Indien, bei der Vorstellung von Catalyst vier Wochen vorher verklausuliert verkündet.

Die beteiligten  Organisationen sind alte Bekannte

Wer sind die Beteiligten an dieser Initiative? „Über 35 wichtige indische, amerikanische und internationale Organisationen haben sich der Initiative von USAid und dem indischen Finanzministerium angeschlossen“, schrieb USAid bei der Vorstellung des Beyond-Cash-Berichts. Auf der Website von Catalyst kann man lesen, wer das ist. Es sind im Wesentlichen IT- und Zahlungsverkehrsunternehmen, die am digitalen Bezahlen und mit den dabei anfallenden Nutzerdaten Geld verdienen wollen. Es sind viele alte Bekannte aus dem „Krieg interessierter Finanzkreise gegen das Bargeld“ (Bundesbank) dabei, unter anderem die Better Than Cash Alliance, die Gates Foundation, Omidyar Network (eBay), die Dell Foundation, Mastercard, Visa, PMB Metlife Foundation.

Die Better Than Cash Alliance

Die Better Than Cash Alliance, der auch USAid selbst angehört, steht nicht zufällig ganz vorne. Seit 2012 gibt es sie. Ihr Sekretariat stellt der United Nations Capital Development Fund (UNCDP) in New York, was damit zusammen hängen dürfte, dass diese arme kleine UN-Organisation in den beiden Vorjahren einmal die Gates-Stiftung und einmal die Master-Card-Stiftung als größte Spender nennen durfte.

Mitglieder der Gruppe, die für die weltweite Zurückdrängung des Bargelds eintritt, sind die großen US-Institutionen, die am meisten von der Abschaffung des Bargelds profitieren würden, also Visa und Mastercard, sowie die US-Organisationen, die in Büchern über die Geschichte des US-Geheimdienstes besonders häufig vorkommen, wie die Ford Foundation und natürlich USAid, außerdem die US-Großbank Citi, sowie ganz vorne die Bill and Melinda Gates Foundation (Microsoft). Auch das Omidyar Network des eBay-Gründers Pierre Omidyar ist bei den Sponsoren. Fast alle diese Organisationen sind – ebenso wie die Alliance insgesamt – Partner der aktuellen USAid-Initiative gegen das indische Bargeld. Im Grunde ist diese Initiative und das daraus hervorgegangene Tarnprogramm Catalyst nicht viel mehr als eine um indische und sonstige asiatische Unternehmen mit starkem Geschäftsinteresse an Bargeldzurückdrängung erweiterte Better Than Cash Alliance.

Eminenz im Hintergrund: IWF-Chicago Boy Raghuram Rajan

Die Partnerschaft zur Vorbereitung der (vorübergehenden) Bargeldabschaffung in Indien fällt weitgehend zusammen mit der Amtszeit des letzten Präsidenten der indischen Notenbank, Raghuram Rajan von September 2013 bis September 2016. Rajan (53) war vorher und ist jetzt wieder Ökonomieprofessor an der Universität Chicago. Er war von 2003 bis 2006 Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. (Das hat er gemeinsam mit Ken Rogoff, einem anderen profilierten Kämpfer für die Bargeldabschaffung.) Er ist Mitglied der in Washington angesiedelten Group of Thirty, einer sehr fragwürdigen Organisation, in der sich Vertreter großer privater Finanzinstitute hinter verschlossenen Türen mit dem Spitzenpersonal der wichtigsten Notenbanken abstimmen. Meine schon länger gehegte und formulierte Vermutung, dass die Group of Thirty eine zentrale Steuerungsinstanz des weltweiten Krieges gegen das Bargeld ist, bestätigt sich immer mehr. Die Mitgliedschaft in der illustren Gruppe hat Rajan gemein mit anderen zentralen Figuren der Anti-Bargeld-Kampagne, darunter Rogoff, Larry Summers und Mario Draghi.

Rajan hat alle Aussichten, noch etwas ganz Großes werden und daher allen Grund, das Spiel Washingtons gut zu spielen. Er war bereits Präsident der American Finance Association und erster Preisträger von deren Fisher-Black-Preis für Finanzforschung. Auch die hochdotierten Ehrungen Infosys Preis für Wirtschaftswissenschaften und Deutsche-Bank-Preis für Finanzökonomie, sowie den Financial Times/Goldman Sachs-Preis für das beste Wirtschaftsbuch sammelte er bereits ein. Außerdem wurde er zum globalen Inder des Jahres gekürt (NASSCOM), sowie zum Central Banker des Jahres 2015 (Euromoney) und 2016 (The Banker). Er wird als möglicher Nachfolger der schwer angeschlagenen IWF-Chefin Christine Lagarde gehandelt, kann sich aber sicher auch begründete Hoffnungen auf eine andere globale Führungsposition in dieser obersten Preisklasse machen.

 Rajan war als Notenbankgouverneur beliebt und angesehen in der Finanzbranche aber trotz seinem marktliberalen Deregulierungsmantra ungeliebt in der produzierenden und konsumierenden Wirtschaft. Das lag vor allem an seinem Hang zu einer restriktiven Geldpolitik mit relativ hohen Zinsen. Wegen zunehmender Kritik aus den Reihen der Regierungspartei hatte er im Juni verkündete, nach September keine zweite Amtszeit mehr anzustreben. Der New York Times sagte er später, er wäre gern noch länger geblieben, aber keine volle Amtszeit, doch darauf habe er sich mit Regierungschef Modi nicht einigen können. Der frühere Handels- und Justizminister Swamy sagte zu Rajans Abtritt, die indischen Industriellen würden sich freuen, und:

„Ich wollte ihn weghaben, und ich habe das dem Premierminister gegenüber so deutlich gemacht, wie ich konnte. (…) Sein (Rajans) Publikum war im Wesentlichen westlich und sein Publikum in Indien war die transplantierte verwestlichte Gesellschaft. Die Leute kamen in Delegationen zu mir um mich zu drängen, etwas zu unternehmen.“

Desaster mit Ansage

Wenn Rajan an der Vorbereitung der Bargeldbeseitigungskampagne maßgeblich beteiligt war, woran ich angesichts seiner persönlichen und institutionellen Washingtoner Beziehungen und der zentralen Rolle seiner Notenbank bei der Bargeldversorgung nicht zweifle, dann hatte er guten Grund, dabei im Hintergrund zu bleiben. Es war nämlich keineswegs überraschend, dass die Aktion ein schlimmes Desaster für die große Mehrheit der armen und ärmsten Inder werden würde, denen die vorgebliche finanzielle Inklusion angeblich helfen soll. Schließlich hatten USAid und Partner die Lage intensiv sondiert und zum Beispiel in dem Beyond-Cash-Bericht festgestellt, dass fast 97 Prozent der Transaktionen in Indien mit Bargeld ausgeführt werden und nur 55 Prozent der Bevölkerung ein Bankkonto haben. Selbst von diesen Bankkonten seien nur 29 Prozent „in den letzten drei Monaten“ genutzt worden. Nur sechs Prozent der Händler akzeptierten bargeldlose Zahlungen.

All das war also gut bekannt, sodass es nicht überraschen konnte, dass bei dieser Ausgangslage die arme Bevölkerungsmehrheit und die Mehrzahl der kleineren Produzenten und Händler große Probleme bekamen, als man auf einmal das meiste Bargeld für ungültig erklärte. Es zeigte sich deutlich, wie verlogen die Mär von der finanziellen Inklusion durch digitalen Zahlungsverkehr und Verdrängung des Bargelds ist. Gerade für die Armen und Ärmsten in den ländlichen Gebieten gibt es keine Technologie, die ähnlich einfach die Teilnahme aller am Wirtschaftsprozess ermöglicht wie Bargeld.

Aber für Visa, Mastercard und die anderen Zahlungsverkehrs-Dienstleister, die die oft lebens- und existenzvernichtenden Probleme der Bargeldbeseitigung nicht zu tragen hatten, lohnte sich die Aktion natürlich trotzdem. Denn nach dem schrecklichen Chaos, und den Geschäftseinbußen, die jeder erdulden musste, der kein digitales Geld annehmen und verwenden konnte, wird nun natürlich jeder Handeltreibende, der es sich irgendwie leisten kann, Kartenlesegeräte anschaffen. Und die Konsumenten, die nur noch begrenzt Bargeld bekommen, werden ihre Karten endlich benutzen, zur Freude von Visa, Mastercard und der anderen Mitgliedern der erweiterten Better Than Cash Alliance. Und das nicht nur in Indien, denn auch in anderen Ländern erfuhr jeder der Zeitung liest, wie schlimm es sein kann, allein auf Bargeld angewiesen zu sein, wenn die Regierung mit der Finanzbranche gemeinsame Sache gegen die Bevölkerung macht.

Das US-Interesse an der globalen Bargeld-beseitigung

Das Geschäftsinteresse der global dominanten US-amerikanischen Finanz- und IT-Dienstleister ist natürlich ein wichtiger Grund, warum die US-Regierung mit so viel Eifer die Zurückdrängung des Bargelds in anderen Ländern betreibt, aber nicht unbedingt der Wichtigste. Daneben gibt es auch das Überwachungsmotiv, da US-Dienste und US-Firmen den gesamten grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und annähernd den gesamten Datenstrom mitlesen können. Hinzu kommt, vielleicht noch wichtiger, dass jede Zahlung, die über eine Bank oder einen Zahlungsverkehrsdienstleister abgewickelt wird, dank der internationalen Dominanz des Dollars, die Macht der US-Regierung stärkt, eigenes Recht weltweit anzuwenden. Das auszuführen muss einem späteren Beitrag vorbehalten bleiben. Hier soll zum Beleg der Link auf eine vor kurzem erschienene Reportage der FAZ genügen. Darin wird am Beispiel der Commerzbank und der Angestellten einer im internationalen Leasing-Geschäft tätigen Firma beschrieben, wie wenig es gegebenenfalls nützt, sich im internationalen Geschäft an die heimischen Gesetze und internationale Regeln zu halten, wenn die US-Regierung andere Vorlieben und politische Prioritäten hat. Dergleichen Beispiele gibt es viele. Jede international tätige Bank ist durch die USA erpressbar, weil der Lizenzentzug für das Dollar- und US-Geschäft dem Ruin gleichkommt. Man denke nur an die Deutsche Bank, die monatelang mit dem Finanzministerium der USA darüber verhandeln durfte, ob sie nun 14 Milliarden Dollar Strafe bezahlt und Pleite geht, oder mit sieben Milliarden davonkommt, und es überlebt. Wenn man die größten Banken jedes Landes in die Pleite treiben kann, dann kann man natürlich auch Macht über deren Regierungen ausüben. Diese große Macht über das (digitale) Finanzsystem gibt es schon heute. Je weniger Bargeld es gibt, desto größer und besser gegen Ausweichreaktionen abgesichert ist sie.

Quellen:

Die Presse: Inder stürmen Banken diepresse.com/home/wirtschaft/…

FAZ.net: Das indische Bargeld-Experiment www.faz.net/aktuell/finanzen/…

USAid: Eröffnung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Indien mit Catalyst www.usaid.gov/india/…

The Economic Times: Finanzministerium bringt Catalyst für digitale Zahlungen nach Indien economictimes.indiatimes.com/…

Globalinnovationexchange.org: Beyond Cash www.globalinnovationexchange.org/…

CATALYST http://cashlesscatalyst.org

Better Than Cash Alliance https://www.betterthancash.org

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.: Kapitalentwicklungsfonds www.dgvn.de/un-im-ueberblick/…

Norbert Hering: Skandal um Dragee und die Group of Thirty norberthaering.de/de/27-german/…

n-tvde: Die Anti-Bargeld-Connection (Draghi-Summers-Rogoff) www.n-tv.de/wirtschaft/…

The University of Chicago Booth School of Business: Raghuram Rajan faculty.chicagobooth.edu/raghuram.rajan/…

The New York Times: Raghuram Rajan sagt, er wird als Leiter der Indischen Zentralbank zurücktreten www.nytimes.com/2016/06/19/…

FAZ.net: Wie ein deutscher Unternehmer auf Amerikas Terrorliste geriet www.faz.net/aktuell/politik/…

WELT.de: Deutsche Bank droht US-Regierung mit Systemkollaps www.welt.de/finanzen/geldanlage…

Deutsche Wirtschaft Nachrichten: Deutsche Bank stimmt Milliarden Strafe in den USA zu deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/23/…

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Generalstaatsanwalt von Washington verklagt Donald Trump wegen Migrationsdekret

Generalstaatsanwalt von Washington verklagt Donald Trump wegen Migrationsdekret
Der Generalstaatsanwalt der US-Bundesstaat Washington, Bob Ferguson, hat seine Klage gegen den Erlass des US-Präsident Donald Trump annonciert, die er beim Bundesbezirksgericht einreicht. Laut Ferguson sollen die wichtigsten Bestimmungen des Dokuments als verfassungswidrig anerkannt werden, weil es gegen die vom Grundgesetz garantierte Rechtsgleichheit und gleiche Haltung der Regierung gegenüber allen Religionen verstößt. Die Klage sei vom Gesuch um Suspendierung des Gesetzes begleitet.
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Am 27. Januar hatte Donald Trump das Dekret zum Schutz der Nation vor terroristischen Angriffen durch ausländische Staatsbürger unterzeichnet. Damit verhängten die USA ein vorerst 30-tägiges Einreiseverbot für Menschen aus den Ländern Irak, Syrien, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen. Das Programm für Flüchtlinge aus Syrien setzte Trump sogar für vier Monate aus.

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IWF schiebt Hilfen an die Ukraine auf und über Syrien wurde ein russischer Transporthubschrauber abgeschossen!

IWF schiebt Hilfen an die Ukraine auf und über Syrien wurde ein russischer Transporthubschrauber abgeschossen!

Washington/Moskau (ParsToday/Sputniknews) – Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat den schwachen Willen ukrainischer Verantwortlicher im Kampf gegen Korruption kritisiert und die Wideraufnahme finanzieller Unterstützung auf August oder September verschoben.

IWF-Sprecher William Murray teilte gestern mit, für die Wiederaufnahme der finanziellen Unterstützung an die Ukraine muss man auf die Aktivitäten des Fonds nach der  Sommerpause warten.

Der IWF erwartet, dass  die  Leistung der ukrainischen Regierung auf der kommenden IWF-Vorstandssitzung  im August oder September ausgewertet wird, so William Murray weiter.

Der Internationale Währungsfonds,  einer der größten Kreditgeber der Ukraine, hat seine finanzielle Unterstützung wegen Defiziten bei der Bekämpfung von Korruption in der Ukraine eingestellt.

Das ist natürlich noch ein vorgeschobener Grund. Der wahre Grund ist der geänderte Fokus in geostrategischer Sicht der USA und eine drohende Eskalation im nahen und mittleren Osten. Dort werden nun die Gelder eher gebraucht. Wenn man einen Kriegsausbruch zu erwarten hat, dann ist dieser sicherlich nicht in der Ukraine zu suchen.

Auch der neuste Vorfall, wobei ein Transporthubschrauber der russischen Armee über Syrien abgeschossen wurde, lässt erahnen wo sich die militärische Lage im Moment zuspitzt. Das Schicksal der fünf Insassen ist noch unklar, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte.

Russischer Transporthubschrauber

Nach Angaben der Behörde wurde die Mi-8 am Montag in der Provinz Idlib vom Himmel geholt. An Bord der Maschine seien drei Besatzungsmitglieder und zwei Offiziere aus dem russischen Aussöhnungszentrum in Latakia gewesen.  Ihr Schicksal werde geklärt.

Die Maschine habe Hilfsgüter nach Aleppo gebracht und sei auf dem Rückflug nach Hmeimim (Latakia) vom Boden aus abgeschossen worden, hieß es. In Hmeimim in Nordsyrien befindet sich ein russischer Luftwaffenstützpunkt.

In Syrien herrscht seit 2011 Krieg, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 280.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch die islamistische Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front  und andere. Die russische Luftwaffe fliegt seit September 2015 Angriffe gegen Stellungen der Terroristen.

Indiens Eliten begrüßen Deal mit dem US-Militär

Indiens Eliten begrüßen Deal mit dem US-Militär

In der vergangen Woche einigten sich die USA und Indien auf eine engere militärische Zusammenarbeit, in deren Rahmen das US-Militär routinemäßig indische Stützpunkte und Häfen für Neulieferungen, Reparaturen und Pausen nutzen kann.

Die indischen Eliten begrüßten den neuen Deal mit den USA. Die einzige nennenswerte Kritik kam von der oppositionellen Kongresspartei und der stalinistischen Kommunistischen Partei Indiens (Marxisten), kurz CPM. Sie wiesen darauf hin, dass solch eine Vereinbarung gleichbedeutend damit wäre, Indien zu einem formellen Verbündeten der USA zu machen, womit aber ihrer Ansicht nach die „strategische Autonomie“ der indischen Bourgeoisie, also ihre Handlungsfreiheit, gefährdet werde.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 12. April verkündeten der amerikanische Verteidigungsminister Ashton Carter und sein indischer Amtskollege Manohar Parrikar, dass Neu-Delhi und Washington „grundsätzlich“ vereinbart hätten, ein Memorandum über ein Logistisches Austauschabkommen (Logistics Exchange Memorandum of Agreement – LEMOA) abzuschließen.

Seit einem Jahrzehnt, wenn nicht länger, war solch ein Abkommen eines der wichtigsten Ziele der Vereinigten Staaten. Es stellt einen wesentlichen Schritt dar, Indien zu einem „Frontstaat“ in der US-Strategie gegen China zu machen. Der US-Imperialismus ist darauf ausgerichtet, China systematisch zu isolieren, einzukreisen und im Zweifelsfall auch in einem Krieg zu bekämpfen.

Seitdem die indische Regierung unter der Führung der Bharatiya Janata Party (BJP) im Mai 2014 die Amtsgeschäfte übernommen hat, integrierte sie Indien immer weiter in den gegen China gerichteten „Pivot to Asia“ der Vereinigten Staaten.

Premierminister Narendra Modi und seine Regierung haben im Konflikt über das Südchinesische Meer Washingtons aggressive Linie vertreten und China als Bedrohung für die „maritime Sicherheit“ und die „Freiheit der Seefahrt“ oder von „Überflugrechten“ in Ostasien dargestellt. Die Modi-Regierung hat außerdem bilaterale und trilaterale Militärbündnisse mit den Vereinigten Staaten und ihren Hauptalliierten im asiatisch-pazifischen Raum, Japan und Australien, ausgebaut. So haben sie Japan zum Partner bei der jährlich stattfindenden indo-amerikanischen Seeübung Malabar gemacht und den „maritimen Sicherheitsdialog“ zwischen Indien und den USA ins Leben gerufen. Außerdem ging die BJP-Regierung bereitwillig auf Washingtons Angebot ein, gemeinsam Waffensysteme zu produzieren und zu entwickeln sowie Indiens Act-East-Politik, die auf den Ausbau wirtschaftlicher und militärisch-sicherheitspolitischer Beziehungen in Südostasien setzt, auf den amerikanischen „Pivot to Asia“ abzustimmen.

Indiens Medienkonzerne sowie zahlreiche militärstrategische Analysten priesen die Entscheidung der Modi-Regierung, das LEMOA-Abkommen mit den Vereinigten Staaten abzuschließen. Sie argumentierten, dass eine erweiterte militärisch-strategische Partnerschaft mit dem US-Imperialismus Indiens Position gegen Pakistan und China stärken sowie Neu-Delhi dabei helfen könne, seine Großmachtambitionen in Südasien, im Indischen Ozean und darüber hinaus zu verwirklichen. Die wenigen Vorbehalte, die sie äußerten, beziehen sich weder darauf, dass die USA in illegalen Kriegen im Nahen Osten und in Afrika ständig das Völkerrecht missachten, noch auf die rücksichtslosen strategischen Offensiven der USA gegen die atomar bewaffneten Staaten Russland und China. Vielmehr bereitet ihnen die jahrzehntelange Partnerschaft der Vereinigten Staaten mit dem pakistanischen Militär Sorgen. Außerdem erbittert sie die Tatsache, dass Washington Indien in der Frage Pakistans keine „freie Hand“ lassen wird.

Der Leitartikel der Times of India vom 14. April lobte die Modi-Regierung für ihre „richtige Entscheidung, sich umzustellen und sich stärker für die strategischen und militärischen Angelegenheiten der Vereinigten Staaten einzusetzen.“ Die Überschrift des Artikels, „Der Balanceakt: Logistikvereinbarung mit den USA fördert Indiens strategische Autonomie statt ihr zu schaden“, war eine klare Erwiderung auf die Kritik der Stalinisten und der Kongress-Partei.

Die Redaktion der Times of India orientierte sich an der Regierung und versuchte, die Bedeutung und Konsequenzen des Abkommens herunterzuspielen. Sie wiederholten Ashton Carters Behauptung, dass die Vereinbarung „keine Stationierung von amerikanischen Truppen auf indischem Boden nach sich zieht“, aber sie übergingen sein Eingeständnis, dass sie stationiert werden könnten.

Bezeichnenderweise identifizierte die Times ganz offen China als wahren Gegner der militärstrategischen Allianz zwischen den USA und Indien. Eine engere Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten, argumentierte das Blatt, „ist für Indien unabdingbar zu einer Zeit, in der China bereits Schritte unternimmt, sich als Seemacht im Indischen Ozean zu etablieren.“ Die Zeitung fuhr fort: „65 Prozent von Chinas Überseehandel passiert den Indischen Ozean. Die Dominanz der indischen Flotte in dieser Region, insbesondere in den Meerengen der Straße von Malakka, muss gesichert werden und ist zentral, um Indiens strategische Autonomie mittelfristig zu halten.“

Dass der Artikel die Bedeutung des Indischen Ozeans und der Straße von Malakka für Chinas Außenhandel betont, zeigt, wie sich die indische Elite hinter dem Rücken der indischen Bevölkerung auf die Seite von Washingtons Plänen zur Errichtung einer Wirtschaftsblockade gegen China gestellt hat. Im Falle eines Krieges mit China oder einer Krisensituation sollen wichtige Meerengen des Indischen Ozeans unter militärische Kontrolle gebracht werden.

Der indische Analyst C. Raja Mohan veröffentlichte im Indian Express einen Artikel, der die hindu-chauvinistische BJP-Regierung für ihr „Selbstbewusstsein“ lobt, „eine anscheinend strittige Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten zu unterzeichnen.“ Er beklagt lediglich, dass Indien „über ein Jahrzehnt brauchte, um sich ‚grundsätzlich‘ für eine weitgehend unkomplizierte Vereinbarung mit Amerika zu entscheiden.“

Ebenso wie die Times of India betonte Mohan, wie bedeutsam es sei, Indien als Macht im Indischen Ozean aufzubauen – ein Ziel, dem Washington wiederholt seine Unterstützung zugesagt hat, sowohl unter George W. Bush als auch unter Obama. Das LEMOA-Abkommen, das im Gegenzug indischen Streitkräften das Recht einräumt, amerikanische Stützpunkte zu nutzen, wird, laut Mohan, „den indischen Streitkräften, insbesondere der Flotte, dabei helfen, weit entfernt von subkontinentalen Küsten zu operieren, und das in Zeiten, in denen Neu-Delhi seine breiten Interessen im Indischen Ozean und darüber hinaus verteidigen muss.“

Der hochrangige Kongresspartei-Führer A.K. Antony, von 2006 bis 2014 Verteidigungsminister in der letzten Regierung der Kongresspartei, bezeichnete den Beschluss der Modi-Regierung, das LEMOA-Abkommen zu unterzeichnen, als „den Anfang vom Ende der unabhängigen Außenpolitik und strategischen Autonomie Indiens“ sowie als „eine katastrophale Entscheidung.“

Er warnte, diese Vereinbarung laufe darauf hinaus, dass Indien in einen von den Vereinigten Staaten angeführten Militärblock eingebunden werde. Während seiner langen Amtszeit als Verteidigungsminister war Antony in langwierige Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über ein logistisches Austauschabkommen eingebunden gewesen. Er brach die Verhandlungen ab, da er und einflussreiche Teile des militärischen und sicherheitspolitischen Establishments zu der Schlussfolgerung gekommen waren, dass das Abkommen Indien in Washingtons strategische Agenda einspannen würde. Antony ist also bestens vertraut mit den Inhalten des LEMOA-Abkommens und Washingtons Plänen, Indien in ein von den USA angeführtes Militärbündnis gegen China einzubinden.

Die stalinistische CPM gab in einer Erklärung des Politbüros vom 13. April bekannt: „Die Modi-Regierung ist den gefährlichen Schritt gegangen, sich auf eine engere militärische Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten einzulassen und den US-Streitkräften die Erlaubnis zu erteilen, bestehende Einrichtungen indischer See- und Luftwaffenstützpunkte zu nutzen.“ Sie fügte hinzu: „Im Gegensatz zur Behauptung des Verteidigungsministers werden die Treibstoffversorgung, Wartung und Reparatur der amerikanischen Schiffe und Flugzeuge eine dauerhafte Stationierung amerikanischer Streitkräfte in Indien erforderlich machen.“

Die CPM wies auf die Andeutung von Verteidigungsminister Parrikar hin, „dass zwei weitere Vereinbarungen in Arbeit sind: die Kommunikations- und Informationssicherheitsvereinbarung (Communication and Information Security Memorandum of Agreement – CISMOA) und die Vereinbarung über grundlegenden Austausch und Kooperation (Basic Exchange and Cooperation Agreement – BECA).“ Sie schrieb: „Damit wird die Kommandostruktur der indischen Streitkräfte in die US-Streitkräfte integriert. Die BJP-Regierung hat damit eine Grenze überschritten, die keine andere Regierung seit der Unabhängigkeit überschritten hat: sie hat Indien zu einem vollständigen militärischen Verbündeten der Vereinigten Staaten gemacht.“

Die Kritik der Kongresspartei und der Stalinisten am LEMOA-Abkommen verleiht denjenigen Stimmen in der indischen Elite Ausdruck, die befürchten, dass eine zu enge strategische Allianz mit Washington die geostrategischen Interessen der indischen Bourgeoisie unterlaufen könnte.

Ihre Opposition hat nichts mit einem wirklichen Kampf gegen den Imperialismus zu tun. Sie beschäftigt sich nur mit der Frage, wie die Interessen der indischen Bourgeoisie am besten vertreten werden können. Dabei geht es auch darum, die politische Kontrolle über die Arbeiterklasse und Landarbeiter aufrechtzuerhalten und ihren Widerstand gegen Krieg und gegen die räuberische Politik des US-Imperialismus zu brechen.

Obwohl die Kongresspartei und Stalinisten jetzt laut dagegen protestieren, dass Indien zu einem „vollständigen“ Verbündeten der Vereinigten Staaten wird, haben beide eine Schlüsselrolle beim Ausbau der indisch-amerikanischen Militärkooperation gespielt.

Während der zehnjährigen Regierung der United Progressive Alliance (UPA), die von der Kongresspartei geführt wurde, schloss Indien eine „globale strategische Partnerschaft“ mit dem US-Imperialismus. Die Vereinigten Staaten wurden zum wichtigsten Empfänger neuer indischer Rüstungsverträge. Im Jahr 2004 unterstützten die stalinistische CPM und ihre Linksfront den Aufbau der UPA-Koalition und verschafften ihr vier ganze Jahre lang eine parlamentarische Mehrheit. In diesem Zeitraum handelte die Kongresspartei das zivile indo-amerikanische Atomabkommen aus, mit dem das neue Bündnis zwischen dem US-Imperialismus und der indischen Bourgeoisie zementiert wurde.

Ohne Zweifel werden die Stalinisten jetzt versuchen, den Schwenk der BJP-Regierung hin zu engeren militärstrategischen Beziehungen mit Washington auszunutzen, um die wachsende soziale Opposition gegen die Modi-Regierung politisch zu unterdrücken und hinter die Kongresspartei zu lenken, der traditionellen Regierungspartei der indischen Bourgeoisie.

Im Bundesstaat Westbengalen haben die Stalinisten bereits ein Wahlbündnis mit der Kongresspartei geschlossen.

Bezeichnenderweise verurteilt das Statement des CPM-Politbüros das LEMOA-Abkommen ausschließlich vom Standpunkt der nationalen Interessen der Bourgeoisie. Es greift die Modi-Regierung dafür an, Indiens „nationale Souveränität“ und „strategische Autonomie“ zu gefährden und versucht auf dieser Basis, Unterstützung in der herrschenden Klasse zu mobilisieren. „Alle politischen Parteien und patriotischen Bürger“, erklären die Stalinisten, sollten „sich der Unterwerfung unter die USA widersetzen.“

Diese reaktionäre Haltung steht im vollen Einklang mit dem kriminellen Schweigen der Stalinisten über die Kriegsgefahr. Sie verlieren zudem kein Wort darüber, dass Indiens Unterstützung für Washington – auch in der Amtszeit der UPA – den US-Imperialismus bedeutend gestärkt hat. Die Stalinisten enthüllen nicht, auf welche Weise Indien in die strategische Offensive und die Kriegspläne der USA gegen China integriert wurde oder wie die amerikanischen Provokationen im Südchinesischen Meer und anderswo in der asiatisch-pazifischen Region zum Auslöser eines militärischen Konflikts zu werden drohen, der unkalkulierbare Auswirkungen für die Menschen dort und weltweit hätte.

Außer der Kongresspartei und den Stalinisten schweigen alle anderen politischen Parteien auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene in Indien über die Pläne der BJP-Regierung, das LEMOA-Abkommen zu unterzeichnen, darunter die AIADMK und DMK in Tamil Nadu, die TDP in Andhra Pradesh und Janata Dal (Vereinigt). Ihre Haltung zeigt, dass die herrschende Klasse in Indien über alle Fraktionen hinweg engere strategische Beziehungen zum US-Imperialismus und eine aggressivere Verteidigung der eigenständigen indischen Großmachtambitionen unterstützt.

 

 

Quelle: wsws.org

Ex-US Finanzminister warnt: „Wenn der Großteil der Menschheit nicht bald aufwacht, wird Washington die Welt vernichten!“

Ex-US Finanzminister warnt: „Wenn der Großteil der Menschheit nicht bald aufwacht, wird Washington die Welt vernichten!“

Von Anonymous

Dr. Paul Craig Roberts war unter US-Präsident Ronald Reagan stellvertretender Finanzminister der Vereinigten Staaten. Heute gehört er laut Forbes zu den besten Journalisten der Welt. In seinem neuesten Artikel[1] spricht Roberts Klartext und warnt die Welt noch mal eindringlich. Er sagt: „Wenn der Großteil der Menschheit nicht bald aufwacht und diesem Wahnsinn entschlossen entgegentritt, wird Washington die Welt vernichten!“ Anonymous meint: Muss man gelesen haben. Prädikat: Absolut lesenswert!

Von Dr. Paul Craig Roberts

Alles, was Reagan und Gorbatschow erreicht haben, ist durch die aggressive und stupide Haltung zunichte gemacht worden, die die Kriegstreiber in Washington gegenüber Russland und China an den Tag legen. Reagan und Gorbatschow haben den Kalten Krieg beendet und die Gefahr eines atomaren Weltuntergangs gebannt. Jetzt haben die Neokonservativen, der von Haushaltsgeldern (sprich: Steuergeldern) abhängige militärisch-industrielle Komplex und die von den Wahlkampfspenden des militärisch-industriellen Komplexes abhängigen amerikanischen Politiker die atomare Bedrohung zurück ans Tageslicht gezerrt.

Das korrupte und doppelzüngige Clinton-Regime brach die Vereinbarung, die die Regierung von George H.W. Bush 1990 in Moskau getroffen hatte. Damit Moskau einer NATO-Mitgliedschaft eines wiedervereinten Deutschlands zustimmte, hatte Washington zugesagt, dass es keine Osterweiterung des transatlantischen Bündnisses geben werde. Gorbatschow, der damalige US-Außenminister James Baker, der damalige US-Botschafter in Moskau Jack Matlock und freigegebene Dokumente bezeugen allesamt, dass Moskau die Zusage erhielt, die NATO werde nicht nach Osteuropa expandieren.

1999 machte Präsident Bill Clinton die Regierung von Präsident George H.W. Bush zum Lügner: Der korrupte Clinton brachte Polen, Ungarn und das neu entstandene Tschechien in die NATO.

Auch Präsident George W. Bush ließ seinen Vater und dessen getreuen Außenminister James Baker als Lügner dastehen. »Dubya«, wie der Narr und Säufer auch genannt wird, holte 2004 Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, die Slowakei, Bulgarien und Rumänien in die NATO. Das korrupte Obama-Regime, dieser hoffnungslose Fall, nahm 2009 noch Albanien und Kroatien auf.

Anders gesagt haben in den vergangenen 21 Jahren drei US-Präsidenten, von denen jeder zwei Amtszeiten absolvierte, Moskau ganz klar die Botschaft vermittelt, dass das Wort der US-Regierung nichts wert ist.

Heute ist Russland von Militärstützpunkten der USA und der NATO eingekreist und weitere werden hinzukommen – in der Ukraine (über Jahrhunderte Bestandteil Russlands), in Georgien (Teil Russlands über Jahrhunderte und Geburtsort von Josef Stalin), Montenegro, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und vielleicht auch in Aserbaidschan. Riesige Gebiete, die einst Teil des Sowjetreichs waren, sind nun Teil von Washingtons Imperium. Das »Kommen der Demokratie« bedeutete nur, dass sich die Herren ändern.

Welche Marionette als NATO-Generalsekretär fungieren darf, wird stets in Washington bestimmt. Momentan ist das der ehemalige norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg. Auf Anweisung Washingtons wurde die Puppe rasch aktiv und brachte Moskau mit der Aussage gegen sich auf, die NATO verfüge über eine starke Armee, die weltweit für die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung zuständig sei und die überall dort zum Einsatz kommen könne, wo Washington das wolle. Eine derartige Behauptung steht in völligem Widerspruch zu Sinn und Zweck und Charta der NATO.

Igor Korotschenko, Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer beim Verteidigungsministerium der Russischen Föderation, antwortete Washingtons Marionette Stoltenberg: »Derartige Aussagen laufen dem System der internationalen Sicherheit zuwider, da das NATO-Bündnis eine Bedrohung für Russland darstellt. Deshalb wird mit Maßnahmen darauf reagiert werden.« Und mit Maßnahmen ist das gemeint, was man erwarten musste: ausreichend Atombomben, um die Vereinigten Staaten und Europa viele Male zu zerstören.

Während sie sich in ihrem Hochmut als »unverzichtbare Nation« suhlen, haben die arroganten Narren in Washington Moskau so sehr provoziert, dass Russland nun über mehr Atomwaffen verfügt als die USA. Washington hat sein Wort gebrochen und Raketenabwehrsysteme entlang der russischen Grenze stationiert. Deshalb hat Russland überschallschnelle Interkontinentalraketen entwickelt, die rasch ihren Kurs wechseln können und von keinem Raketenabwehrsystem abgeschossen werden können. Die US-Firmen, die Milliarden Dollar damit verdienen, Washington ein nutzloses ABM-System unterzujubeln, werden das natürlich bestreiten.

Länder wie Polen, deren Regierungen dumm genug waren, amerikanische ABM-Stützpunkte zu akzeptieren, würden natürlich vernichtet, bevor die Raketenabwehrschilde zum Tragen kommen könnten. Dass Osteuropas gekaufte Regierungen so blöd waren, Washington zu vertrauen, wird wahrscheinlich der Hauptgrund für den Dritten Weltkrieg sein.

Und ganz vorne dabei beim neuen Armageddon ist Amerikas militärisch-industrieller Komplex. Diesen gierigen Bastarden, diesen »privatwirtschaftlichen Konzernen«, deren Umsätze einzig aus staatlichen Quellen stammen, wird noch mehr Geld garantiert, egal, wie hoch die menschlichen Verluste ausfallen könnten. Ihr Sprachrohr im US-Senat ist Jim Inhofe, Mitglied im Unterausschuss des Senats zu strategischen Streitkräften. Inhofe hat das 60 Jahre alte Argument wieder hervorgekramt, Amerika falle beim Wettrüsten zurück. Das Wettrüsten muss unbedingt wieder beginnen, das ist von höchster Wichtigkeit für die Profite des militärisch-industriellen Komplexes und für die Wahlkampfspenden an die Senatoren.

Aber es sind nicht nur Russlands Atomarstreitkräfte, die die Narren in Washington wiederbelebt und aktiviert haben, sondern auch diejenigen Chinas. Vergangenes Jahr beschrieben die Chinesen sehr bildlich, wie sie die USA mit Nuklearwaffen zerstören könnten. Damit reagierte China auf den verrückten Plan Washingtons, von den Philippinen bis nach Vietnam neue Luftwaffen- und Flottenstützpunkte zu errichten, um den Warenfluss im Südchinesischen Meer besser kontrollieren zu können. Wie blöd muss die Regierung in Washington sein, um zu glauben, dass China eine derartige Einmischung in seinen Einflussbereich einfach so hinnehmen werde?

China hat sein Atomwaffenpotenzial nun um eine neue Variante seiner mobilen Interkontinentalraketen ergänzt. Viel weiß Washington nicht über diese neue Rakete, was wohl daran liegt, dass die CIA zu sehr damit beschäftigt ist, in Hongkong Demonstrationen zu organisieren.

Russland und China waren es zufrieden, Teil der Weltwirtschaft zu sein und daran zu arbeiten, dass sich die wirtschaftliche Lage ihrer Bürger verbessert. Aber nix da! Die neokonservative Solo-Supermacht, eine Anhäufung arroganter Psychopathen, stellt sich hin und erklärt, dass kein anderes Land, nicht einmal Russland und China, imstande sein darf, eine Außenpolitik zu betreiben, die nicht in absolutem Einklang mit Washingtons Zielen steht.

Ein Atomkrieg ist wieder eine Option. Erst bedroht Washington diejenigen, die man als Rivalen ansieht. Geben diese nicht nach, verteufelt Washington sie.

Laut der Geschichtsschreibung der Washingtoner Hofhistoriker waren die größten Dämonen der modernen Zeit die Regierungen Japans und Deutschlands im Zweiten Weltkrieg sowie die Nachkriegs-Sowjetunion unter Josef Stalin. Diese amerikanischen Hofhistoriker ignorieren die Fakten: Japan wurde von Washington in den Krieg gezwungen, denn Washington hatte Japan Zugang zu Bodenschätzen verwehrt. Und während Japans Regierung kapitulieren wollte, wurde Japan noch zwei Mal mit Atombomben angegriffen.

Um den Ersten Weltkrieg zu beenden, versprach Amerikas Präsident Woodrow Wilson Deutschland, es werde keinen Gebietsverlust erleiden und keine Reparationen bezahlen müssen. Alle Versprechen wurden gebrochen. Deutschland wurde zerrissen, deutsche Gebiete gingen an Polen, Frankreich und die Tschechoslowakei. In absolutem Widerspruch zu Wilsons Versprechen wurden Deutschland im Versailler Friedensvertrag unmöglich hohe Reparationszahlungen aufgebürdet. John Maynard Keynes war weitsichtig genug zu erkennen, dass die Reparationszahlungen einen weiteren Weltkrieg nach sich ziehen würden. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, musste Deutschland auch Gebiete an Belgien, Litauen und Dänemark abtreten.

Ein fleißiges und mächtiges Volk, dessen Streitkräfte bei Ende des Ersten Weltkriegs noch ausländisches Gebiet besetzt hielten, wurde erniedrigt. Das zeigte, wie verlogen die so genannten »Westmächte« waren. Die Franzosen, Briten und Amerikaner ebneten Adolf Hitler den Weg. 1935 hatte Hitler seine Macht so weit gefestigt, dass er den Vertrag von Versailles aufkündigen konnte. Wäre er nicht dem Größenwahn erlegen und hätte seine Truppen in den Untergang nach Russland geschickt, würden er oder seine Nachfolger Europa noch heute regieren.

Die wahre Geschichte unterscheidet sich so sehr von dem, was Washington behauptet und was den Amerikanern beigebracht wird. Die Mehrheit der Amerikaner ermöglicht blind, dass Washington Krieg gegen die Welt führt. Wenn Ebola und Klimawandel der Menschheit nicht den Garaus bereiten, werden die Ignoranz des amerikanischen Volks und Washingtons Feldzug für die Weltherrschaft die Aufgabe gewiss erledigen.

Über den Autor:

US-Präsident Ronald Reagan ernannte Dr. Roberts zum stellvertretenden Finanzminister der Vereinigten Staaten mit dem Zuständigkeitsbereich Wirtschaftspolitik und wurde durch den US-Senat in seinem Amt bestätigt. Von 1975 bis 1978 diente Dr. Roberts im US-Kongress, in dem er das Kemp-Roth Gesetz entwarf. Darüber hinaus spielte er eine führende Rolle in Bezug auf das Werben unter beiden Parteien zur Entwicklung einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik. Nachdem er aus dem US-Finanzministerium ausschied, betätigte er sich als Berater des amerikanischen Verteidigungs- und Handelsministeriums.

Dr. Roberts war Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journals, Kolumnist für Business Week sowie den Scripps Howard News Service. Im Jahr 1992 wurde er mit dem Warren Brookes Award für exzellente Leistungen im Journalismus ausgezeichnet. 1993 kürte ihn Forbes Media zu einem der einflussreichsten und besten Journalisten in den Vereinigten Staaten.

Dr. Roberts wurde für seine herausragenden Leistungen zur Formulierung der ökonomischen Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten mit dem Meritorious Service Award des US-Finanzministeriums ausgezeichnet. Im Jahr 1987 zeichnete ihn die französische Regierung für seine Leistungen einer Erneuerung der Wirtschaftswissenschaften und -strategien nach einem halben Jahrhundert des Staatsinterventionismus aus und nahm Dr. Roberts in die Ehrenlegion auf. Er gehört nicht nur in den USA zum Who’s Who der Gesellschaft, sondern in der ganzen Welt.

 

Querverweise:

[1] Washington Is Destroying The World
http://www.paulcraigroberts.org/2014/10/06/washington..